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Wie legen die Bundesbürger ihr Geld heutzutage an?

Wie legen die Bundesbürger ihr Geld heutzutage an?

Trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase entscheiden sich zahlreiche Bundesbürger - bewusst oder unbewusst - dafür, ihr Geld zu einem großen Teil auf absolut unrentablen Konten zu deponieren. Diese Tatsache erstaunt Experten schon seit Jahrzehnten, da beispielsweise auf dem Girokonto keinerlei Guthabenzinsen gibt und dort dennoch teilweise mehr als 50 Prozent aller Bundesbürger dort Geld in größerem Umfang haben.

Girokonto rangiert auf Platz 1

Nach einer Untersuchung durch Statista aus dem vergangenen Jahr mit 2.000 Befragten legen die Bundesbürger tatsächlich ihr Geld am häufigsten auf dem Girokonto an. Dabei kann im Grunde gar nicht von einer echten Geldanlage gesprochen werden, da es sich beim Girokonto um ein Zahlungsverkehrskonto handelt, welches eben nicht der Kapitalanlage dient. Dennoch sind es auf Grundlage der erwähnten Umfrage 47 Prozent der Befragten, die tatsächlich größere Guthaben auf ihrem Girokonto haben.

Sparbuch sowie Renten- um Kapital-LV ebenfalls mit 30 Prozent Anteil

Dicht gefolgt hinter dem Girokonto rangiert ein weiteres Finanzprodukt, welches sich zur Geldanlage schlichtweg nicht mehr lohnt. Trotzdem haben 43 Prozent der Befragten Guthaben auf einem klassischen Sparbuch, auf dem viele Banken momentan überhaupt keinen Zins mehr gutschreiben. Dahinter rangiert auf Platz drei die Renten- und Kapitallebensversicherung mit 30 Prozent der Befragten. Dort gibt es immerhin noch eine Verzinsung, jedoch bewegt sich diese inklusive der Überschussanteile bei Neuverträgen selten noch oberhalb von drei, maximal vier Prozent und das oft nur, falls es sich um eine fondsgebundene Variante handelt.

Die weiteren Plätze in der Befragung

Auf den weiteren Plätzen, zu denen das Ergebnis der Befragung führte, finden sich:

4. Bausparvertrag: 28 %
5. Immobilien: 26 %
6. Investmentfonds: 23 %
7. Riester-Rente: 21 %
9. Kurzfristige Geldanlage: 21 %
9. Aktien: 17 % 

Die tatsächlich etwas rentableren Anlageformen wie Immobilien oder Investmentfonds nutzen demnach weniger als 30 Prozent der befragten Anleger.

Trotzdem positive Entwicklung bei Aktien 

Mit die besten Finanzprodukte, die schon seit Jahrzehnten als rentable Geldanlage dienen, sind Aktien. Auf Grundlage der Befragung nutzen allerdings nur 17 Prozent der Teilnehmer diese Wertpapiere zum Vermögensaufbau oder zur Kapitalanlage. Positiv ist immerhin, dass der Trend leicht nach oben geht. Im Jahre 2014 waren es nämlich nur etwa 14 Prozent der Anleger, die Aktien im Depot hatten. Trotzdem gibt es noch erheblichen Nachholbedarf, sodass zahlreiche Anleger zumindest einen Teil ihres Kapitals vom Girokonto und vom Sparbuch weg in rentabler Anlageformen umschichten sollten, zu denen unter anderem Investmentfonds und Aktien zählen.

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