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Geschlossene Fonds

Geschlossene Fonds: Beteiligung mit erhöhten Risiko in Anlageklasse V

Zu den Anlageformen, die wegen ihrer Konstruktion nahezu ausschließlich der Risikoklasse V zugeordnet werden, zählen die sogenannten geschlossenen Fonds.

Oftmals wird alternativ auch von einer geschlossenen Beteiligung an einem Projekt gesprochen. Offene Fonds dürfen nicht mit den geschlossenen Fonds verwechselt werden, auch wenn beide Anlagevarianten zum Geld investieren bestens geeignet ist.

Was sind geschlossene Fonds?

Das Hauptmerkmal der geschlossenen Fonds besteht darin, dass Sie mit Ihrem Kapital in ein einzelnes Projekt investieren. Der Name geschlossene Fonds kommt deshalb zu Stande, weil Sie nur über einen begrenzten Zeitraum die Möglichkeit haben, Anteile zu erwerben. Anschließend wird die Beteiligung wortwörtlich geschlossen, sodass danach kein Investment mehr stattfinden kann. Darin unterscheiden sich geschlossene Fonds auch in erheblichen Umfang von offenen Fonds, denn dort können Sie fortlaufend und ohne Begrenzung Anteile von der Fondsgesellschaft erwerben.

Geschlossene Fonds werden von Kapitalgesellschaften auferlegt, damit durch das zufließende Kapital einzelne Projekte finanziert werden können. In der Regel laufen diese Projekte langfristig, nämlich mindestens zwischen 5 bis 15 Jahre. Das wiederum führt dazu, dass Anleger ihr Kapital bei geschlossenen Fonds für einen längeren Zeitraum binden.

Welche Eigenschaften weisen geschlossene Fonds auf?

Es gibt eine Reihe von Eigenschaften, durch die sich geschlossene Fonds am Markt kennzeichnen. Ein Merkmal besteht darin, dass eine höhere Mindesteinlage vom Anleger gefordert wird. Je nachdem, um welche geschlossene Beteiligungen es sich handelt, bewegt sich Mindesteinlage in der Regel zwischen 10.000 und 30.000 Euro. Das wiederum führt dazu, dass geschlossene Fonds weder für Sparer noch für Kleinanleger eine gute Alternative bzw. überhaupt geeignet sind. 

Eine weitere Eigenschaft geschlossener Fonds haben wir zuvor bereits erläutert, nämlich dass die Anteile nur für einen gewissen Zeitraum für ein Investment freigegeben werden. Zudem kennzeichnen sich geschlossene Beteiligungen dadurch, dass in der Regel nur ein einziges Projekt damit finanziert werden soll. Das wiederum führt zu einem hohen Risiko für Sie als Anleger. Scheitert das Projektvorhaben nämlich, kann es passieren, dass Sie einen Totalverlust erleiden. Insbesondere deshalb und aufgrund der mangelnden Risikostreuung werden geschlossene Beteiligungen regelmäßig der Risikoklasse V, also der höchsten Stufe, zugeordnet.

Welche geschlossenen Fonds gibt es?

Am Markt gibt es mittlerweile eine Reihe geschlossener Fonds, die sich vor allem in Branchen und Rubriken einteilen lassen. Wie bereits erwähnt, widmen sich die meisten geschlossenen Fonds der Finanzierung eines einzelnen Projektes. Unter anderem existieren am Markt momentan die folgenden Arten von geschlossenen Fonds:

  • Containerfonds
  • Schiffsfonds
  • Immobilienfonds
  • Flugzeugfonds
  • Neue Energien Fonds
  • Private Equity Fonds
  • Windkraftfonds
  • Solarfonds
  • Film- und Medienfonds
  • Waldfonds

Am jeweiligen Namen lässt sich bereits in der Regel ableiten, in welche Art von Projekten das Kapital der Anleger investiert wird. Containerfonds zum Beispiel kaufen vom zugeflossenen Kapital Container, die dann beispielsweise von Reedereien oder Logistikunternehmen gemietet bzw. gepachtet und in Anspruch genommen werden. Der Ertrag ergibt sich bei solchen Containerfonds insbesondere aus den Miet- und Pachteinnahmen. Manchmal werden die Container nach ihrer Nutzung auch veräußert, was eine zusätzliche Einnahmequelle darstellt. Auf solche Art und Weise funktionieren nahezu alle geschlossenen Fonds, nämlich dass mit dem Kapital zunächst etwas angeschafft oder gebaut wird, um anschließend von Mieten, Pachten oder Verkaufserlösen zu profitieren.

Welche Rendite haben geschlossene Fonds?

Diese Frage lässt sich zwar allgemein nicht beantworten, jedoch ist die Durchschnittsrendite bei geschlossenen Fonds relativ hoch. Oftmals erhalten Anleger eine jährliche Rendite zwischen sechs bis zehn Prozent, wenn sie sich für die Beteiligung an einem geschlossenen Fonds entscheiden. Die hohe Rendite hat natürlich auch damit zu tun, dass Sie als Anleger mit dem Investment ein ebenso hohes Risiko eingehen. Auf die einzelnen Bestandteile des Gesamtrisikos sind wir bereits eingegangen, nämlich das sogenannte Emittentenrisiko, das Ertragsrisiko und im Prinzip das gesamte Projektrisiko, welches ein Totalverlustrisiko beinhaltet. 

Abhängig sind die Renditen insbesondere davon, um welche Art von geschlossenen Fonds es sich handelt. Bei geschlossenen Immobilienfonds zum Beispiel bewegen sich die Renditen eher im durchschnittlichen Bereich, nämlich bei etwa 4 bis 6 Prozent im Jahr. Deutlich höhere Renditen lassen sich durchschnittlich zum Beispiel mit Private Equity Fonds erzielen. Hier sind durchschnittliche Jahreserträge zwischen acht bis zehn Prozent durchaus keine Seltenheit. Allerdings müssen Sie sich als Anleger natürlich immer des hohen Risikos bewusst sein, welches der Chance auf sehr gute Renditen gegenübersteht.

Für wen sind geschlossene Fonds geeignet?

Aufgrund der bereits angesprochenen Eigenschaften lässt sich bereits erkennen, für welche Form von Anlegern geschlossene Fonds eher weniger und sehr gut geeignet sind. Grundvoraussetzung ist ein bestimmtes Kapitalvermögen, denn unter 10.000 Euro ist ein Investment in geschlossene Fonds nur sehr selten möglich. Zudem sollten Sie relativ risikofreudig sein, denn es existiert unter anderem ein Totalverlustrisiko, welches Sie mit dem Investment eingehen. Demzufolge eignen sich geschlossene Fonds vor allem für Anleger, die großen Wert auf eine überdurchschnittliche Rendite legen, dabei aber bereit sind, ein hohes Risiko einzugehen. 

Darüber hinaus sollten Sie auf das investierte Kapital mehrere Jahre verzichten können. Bei nahezu allen geschlossenen Fonds gibt es eine Bindungsfrist von mindestens vier bis fünf Jahren. Zwar existiert ein sogenannter Zweitmarkt für geschlossene Beteiligungen, jedoch ist dieser nicht besonders liquide. Daher bestehen keine guten Aussichten, dass Sie Ihre Anteile vorzeitig an diesem Zweitmarkt zu einem vernünftigen Preis veräußern können, falls Sie nicht so lange warten können, bis Ihr Kapital von sich aus frei wird.

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