Festgeld - Termingeldeinlage als sicherer Hafen

Zu den beliebtesten Finanzprodukten, die in der Risikoklasse I angesiedelt sind, zählt das Festgeld. Die fachlich korrekte Bezeichnung ist Termingeld, weil typisch für eine Festgeldanlage ist, dass Anleger ihr Kapital für einen bestimmten Zeitraum auf dem entsprechenden Konto festlegen und somit binden.

Geld investieren auf einem Festgeldkonto ist daher mit der Bindung das Kapitals ohne vorzeitigen Zugriff verbunden.

Welche Eigenschaften hat das Festgeld?

Der Oberbegriff für das Festgeld ist Termingeld, denn es wird streng genommen auf der einen Seite zwischen dem Kündigungs- und auf der anderen Seite dem Festgeld unterschieden. Kündigungsgelder bieten die weitaus meisten Banken allerdings heutzutage nicht mehr an. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass die Laufzeit der Anlage von vornherein nicht festgelegt ist, sondern eine entsprechende Kündigungsfrist.

Wesentlich häufiger wird im Bereich der Termineinlagen das Festgeld genutzt. Dabei treffen Bank und Kunde eine Vereinbarung darüber, für welchen Zeitraum das Geld auf dem Festgeldkonto angelegt werden soll. Charakteristisch ist, dass der Anleger einen garantierten Zins für die vereinbarte Laufzeit erhält. Den Zinssatz kann die Bank bis zur Fälligkeit nicht anpassen, wie es beispielsweise beim Tagesgeld der Fall wäre. 

Demzufolge gibt es beim Festgeld - im Vergleich zum Tagesgeldkonto - kein Zinsrisiko. Eine weitere Eigenschaft des Festgeldes besteht darin, dass es sich um eine sehr sichere Anlageform handelt. Der Grund ist, das Festgeldeinlagen in den Bereich der gesetzlichen Einlagensicherung fallen. Damit handelt es sich bei Termingeldern um eine von lediglich vier Anlageformen, auf welche dies zutrifft, nämlich:

  • Spareinlagen
  • Sichteinlagen
  • Festgeldeinlagen
  • Tagesgeldanlagen

Die großen Vorteile des Festgeldes sind also auf der einen Seite der garantierte Zins und zum anderen die hohe Sicherheit.

Welche Laufzeiten gibt es beim Festgeld?

Ein ganz entscheidendes Merkmal des Festgeldkontos ist, dass sich Anleger entscheiden müssen, für welchen Zeitraum sie ihr Kapital als Guthaben binden möchten. Im Gegensatz zu anderen Anlageformen ist es beim Festgeld nämlich normalerweise nicht möglich, den Betrag vor Fälligkeit zu verfügen. Ausnahmen sind lediglich kulante Banken, die ihren Kunden dennoch - meistens gegen die Berechnung von Vorschusszinsen - erlauben, einen Teil oder das gesamte Guthaben auch vor dem Fälligkeitstermin abzuheben. Aus dem Grund ist es für Kunden wichtig, die passende Laufzeit zu wählen. Die meisten Kreditinstitute, die ein Festgeldkonto im Angebot haben, bieten ihren Kunden die folgende Auswahl an Laufzeiten an:

  • 3 Monate
  • 6 Monate
  • 12 Monate
  • 24 Monate
  • 36 Monate
  • 48 Monate

Manche Banken bieten zudem sehr lange laufende Festgelder an, die dann eine Laufzeit von 60, 72 bis hin zu 120 Monaten haben. Durchschnitt betrachtet bewegen sich die Laufzeiten beim Festgeld also bei den meisten Kreditinstituten zwischen 3 bis 60 Monaten. 

An die Laufzeit gekoppelt sind meistens die Zinssätze, die der Bankkunde erhält. Dabei ist es charakteristisch für eine Festgeldanlage, dass der Zinssatz mit Dauer der Anlagezeit steigt. Sie erhalten also - selbst in der aktuellen Niedrigzinsphase - auf dem Festgeldkonto einen etwas höheren Zins, wenn Sie sich für eine Laufzeit von beispielsweise vier Jahren entscheiden, als wenn Sie Ihr Kapital lediglich für sechs Monate festlegen.

Wie hoch ist die Rendite beim Festgeld?

Für Anleger stets interessant ist die Rendite, die sich mit einer bestimmten Anlageform erzielen lässt. Das Festgeld ist - wie übrigens auch das Tagesgeld und Spareinlagen - relativ eng an die Zinsentwicklung an den Märkten, insbesondere an den EZB-Leitzins, gekoppelt. Zwar besteht keine direkte Verbindung, aber dennoch orientieren sich nahezu alle Banken an der allgemeinen Zinsentwicklung, wenn sie ihre Zinssätze für Festgeldangebote definieren. 

Daher erhalten Anleger in der momentanen Niedrigzinsphase nur sehr geringe Zinssätze, selbst bei relativ langen Laufzeiten. Die Renditen schwenkend momentan bei Festgeldeinlagen zwischen 0,4 bis 0,8 Prozent, wobei zuletzt genannter Zinssatz fast ausschließlich bei Laufzeiten oberhalb von drei Jahren gezahlt wird. Aus dem Grund ist es momentan aus Sicht der meisten Experten nicht empfehlenswert, dass Sie bei Festgeldkonten eine Laufzeit von mehr als drei Jahren wählen. Sie würden sich damit voraussichtlich unmöglich an einen relativ geringen Zins binden und würden nicht von Zinserhöhungen profitieren, die es innerhalb der nächsten Jahre an den Märkten eventuell geben wird.

Für wen ist das Festgeld geeignet?

Das Festgeld ist ein klassisches Produkt für Anleger, die großen Wert auf sehr hohe Sicherheit legen. Deshalb wird die Festgeldanlage auch der Risikoklasse I zugeordnet, weil es nur ein sehr geringes Risiko gibt. Ein Ertragsrisiko existiert beim Festgeld überhaupt nicht und es tritt wieder ein Kurs- noch ein Währungsrisiko ein, falls Sie sich nicht für eine ausländische Festgeldanlage entscheiden, bei der das Konto in einer Fremdwährung geführt wird. 

Ein Emittentenrisiko existiert zwar, jedoch wird dieses weitestgehend durch die Einlagensicherung geschützt. Demzufolge ist die Festgeldanlage vorrangig für sehr sicherheitsbewusste Anleger eine Option. Zudem sollte der Kunde wissen, dass er sein Kapital mindestens für den gewählten Anlagezeitraum nicht benötigt. Ferner wird die Festgeldanlage vorrangig von Anlegern genutzt, die mit festen Erträgen kalkulieren möchten.

Was kostet das Festgeld?

Festgeldkonten zählen zu den Anlageformen, die beim Kunden normalerweise keine Kosten verursachen. Es gibt bei den weitaus meisten Banken weder Kontoführungsgebühren noch Transaktionsgebühren, die zum Beispiel in Verbindung mit der Ein- oder Auszahlung vom Festgeldkonto stehen würden. Daher ist der gezahlte Zinssatz meistens identisch mit der Rendite, die Sie mit der Festgeldanlage erzielen können.

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