Geldmarktfonds - flexibles Investment und regelmäßiges Sparen

Geldmarktfonds gehören zur Gruppe der offenen Investmentfonds, die häufig ebenso als Publikumsfonds bezeichnet werden.

Kennzeichnend für diese Fondsart ist, dass das Kapital der Anteilseigner nahezu ausschließlich oder zumindest vorwiegend im Geldmarktpapiere investiert wird.

Worum handelt es sich bei Geldmarktfonds?

Geldmarktfonds zählen zu den Finanzprodukten, die sehr flexibel genutzt werden können. Sie können sowohl Geld investieren, wenn bereits eine größere Kapitalsummen vorhanden sind, als auch regelmäßig sparen. Dazu entscheiden Sie sich einfach für einen Fondssparplan, der Geldmarktfonds beinhaltet. Das wesentliche Merkmal der Geldmarktfonds (in Euro) besteht darin, dass die Fondsgesellschaft vornehmlich das ihr zufließende Kapital in Geldmarktpapiere investiert. Sollte der Geldmarktfonds auf Euro lauten, handelt es sich dabei ebenfalls um Papiere, die in Euro ausgegeben und notiert werden. 

Zu den klassischen Geldmarktpapieren, in die Geldmarktfonds investieren, zählen unter anderem:

  • Obligationen
  • Schatzanweisungen
  • Bundesschatzbriefe
  • Unverzinsliche und kurz laufende Anleihen

Es sind also insbesondere Anleihen und sonstige Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit von maximal einem Jahr, die in den Bereich der Geldmarktpapiere fallen. Insbesondere aufgrund der kurzen Laufzeit und der meistens sehr guten Bonität des Emittenten gelten Geldmarktfonds als sicher und fallen demzufolge in die Risikoklassen I.

Wie sicher sind die Geldmarktfonds?

Zwar fallen Geldmarktfonds nicht in den Bereich der gesetzlichen Einlagensicherung, denn das in Investmentfonds angelegte Kapital wird dadurch nicht geschützt. Dennoch gelten Geldmarktfonds als sehr sichere Anlageform, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass es sich um Geldmarktfonds in Euro handelt. Andernfalls gäbe es nämlich stets ein Währungsrisiko, sollten die Fonds beispielsweise in US-Dollar ausgegeben werden oder in erster Linie in Geldmarktpapiere investieren, in die aus den Vereinigten Staaten stammen. 

Trotz der hohen Sicherheit gibt es natürlich - oft nur theoretisch - bei den Geldmarktfonds drei Risiken, nämlich:

  • Emittentenrisiko
  • Kursrisiko
  • Ertragsrisiko

Das Emittentenrisiko ist allerdings eher von theoretischer Natur, denn normalerweise haben die meisten Investmentfonds keinerlei Emittentenrisiko in der Praxis. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Anteile der Anleger und Sparer als Sondervermögen getrennt vom Fondsvermögen verwahrt werden. Das bedeutet, dass auf Ihr Vermögen in Form der Fondsanteile selbst bei einer Insolvenz der Fondsgesellschaft nicht seitens der Gläubiger zugegriffen werden kann. Ein Kursrisiko besteht bei Geldmarktfonds nur in sehr geringem Umfang, denn der Anteilswert wird börsentäglich von der Investmentgesellschaft berechnet. 

Welche Rendite erzielen Geldmarktfonds?

Wie es für nahezu alle Anlageformen typisch ist, die in den Bereich der Risikoklasse I fallen, ist auch die Rendite bei Geldmarktfonds mittlerweile eher gering. Da die Geldmarktpapiere verzinsliche Schuldverschreibungen sind, orientiert sich der jeweilige Zinssatz in erster Linie an den Leitzinsen und der der Kapitalmarktzinssituation. Daraus wiederum resultiert, dass auch die Geldmarktfonds in der Niedrigzinsphase nur noch geringe Renditen abwerfen. Diese bewegen sich durchschnittlich momentan zwischen jährlich 0,1 und 0,5 Prozent. Auf größere Kursgewinne sollten Anleger und Sparer nicht hoffen, denn im Vergleich zu Aktienkursen verändern sich die Kurse bzw. Preise der Anteile an Geldmarktfonds in Euro nur in sehr geringem Umfang.

Für wen sind Geldmarktfonds empfehlenswert?

Geldmarktfonds sind sicherlich nicht das beste Mittel, um langfristig Vermögen aufzubauen. Daher sind sie zum Aufbau einer privaten Altersvorsorge weniger geeignet. Stattdessen stellen die Geldmarktfonds häufig eine Alternative zu Geldmarktpapieren und auch zum Tagesgeld dar. Demzufolge favorisieren vor allem Anleger diese Fonds, die Kapital gerne kurzfristig, sicher, flexibel und jederzeit verfügbar investieren möchten. Geld investieren bedeutet bei den Geldmarktfonds, dass Sie Anteile erwerben und diese anschließend in Ihr Wertpapierdepot eingebucht werden. Normalerweise ist der Kauf ab 50 Euro möglich. 

Ausländische Geldmarktfonds mit mehr Rendite?

Wer einerseits in Geldmarktfonds investieren, andererseits aber auch in der Niedrigzinsphase eine bessere Rendite erzielen möchte, der entscheidet sich häufig für ausländische Geldmarktfonds. In dem Fall werden die Fonds nicht in Euro, sondern oftmals in einer der folgenden Währungen ausgegeben:

  • Britisches Pfund
  • US-Dollar
  • Schweizer Franken

Darüber hinaus gibt es natürlich noch zahlreiche andere Länder, in denen derartige Fonds emittiert werden. Der Vorteil kann darin bestehen, dass das allgemeine Zinsniveau im entsprechenden Land höher als in Deutschland bzw. innerhalb der Europäischen Union ist. Dann hätten auch die entsprechenden Geldmarktpapiere einen höheren Zinssatz, sodass Sie in solchen Fällen mit Geldmarktfonds durchaus jährlich Renditen zwischen ein bis zwei Prozent erzielen können. Achten müssen Sie in dem Fall allerdings auf das Währungsrisiko. Werden die Geldmarktfonds nicht in Euro ausgegeben, kann sich durch Veränderungen des Devisenkurses auch ein Verlust entwickeln.

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