Aktien als Nebenwerte - Eingruppierung in die Risikoklasse IV

Im Grunde erstrecken sich Aktien auf gleich drei unterschiedliche Risikoklassen. Dies zeigt, wie vielfältig das Angebot am Markt ist und wie sehr sich Aktien unterscheiden können.

So werden beispielsweise deutsche Standardwerte regelmäßig der Risikoklasse III zugeordnet, weil die entsprechenden Gesellschaften als stabil und die Aktien als wenig volatil gelten. 

Darüber hinaus gibt es jedoch eine Reihe von Nebenwerten, die ein höheres Risiko aufweisen und somit der Risikoklasse IV zugeordnet werden. Ferner existieren in der Regel ausländischen Nebenwerte mit einem sehr spekulativen Charakter, die deswegen sogar der Anlageklasse V zugeordnet werden. Wir möchten uns in diesem Beitrag insbesondere mit den Nebenwerten beschäftigen, die allgemein in die Risikoklasse IV eingruppiert werden. 

Aktien in Risikoklasse IV nahezu ausschließlich Nebenwerte

In der Risikoklasse IV befinden sich weniger Aktienwerte, bei denen es sich um sogenannte Standardwerte handelt. Das bedeutet, es sind größere Aktiengesellschaften, bei denen die Aktien dementsprechend eine hohe Marktkapitalisierung haben. Vielmehr sind es in erster Linie kleinere Aktienwerte, die auch als Nebenwerte bezeichnet werden, die oft der Anlageklasse IV zugeordnet werden. 

In Deutschland finden sich solche Nebenwerte unter anderem in den folgenden Aktienindizes:

  • MDAX
  • SDAX
  • TecDAX

Im Deutschen Aktienindex hingegen sind ausschließlich die 30 größten Aktiengesellschaften mit ihren Papieren notiert, also absolute Standardwerte. Nebenwerte gibt es aber natürlich nicht nur in Deutschland oder im europäischen Raum, sondern rund um den Globus.

Differenzieren bei Nebenwerten nicht immer einfach

Da alle Aktien außerhalb des Bereichs der Standardwerte automatisch Nebenwerte sind, ist es nicht immer einfach zu beurteilen, ob die entsprechenden Wertpapiere noch in die Risikoklasse IV oder sogar in die Asset-Klasse V gehören. Daher ist es durchaus wichtig, dass sich Anleger mit den einzelnen Wertpapieren bzw. dem entsprechenden Unternehmen etwas näher beschäftigen. Ein besonderes Augenmerk sollte auf den außereuropäischen Nebenwerten liegen, denn diese fallen nicht selten eher in die Risikoklasse V als in die Anlageklasse IV. Das gilt insbesondere für Aktienwerte, die von Unternehmen aus den sogenannten Schwellenländern ausgegeben werden, wie zum Beispiel:

  • Brasilien
  • Argentinien
  • Indien
  • Taiwan
  • Südafrika

Der Bereich Emerging Markets (Schwellenländer) ist relativ spekulativ, sodass die entsprechenden Wertpapiere weniger der Risikoklasse IV, sondern eher der Anlageklasse V zugeordnet werden.

Kennzeichnen sich Aktien der Risikoklasse IV durch ein hohes Risiko?

Natürlich werden Nebenwerte nicht umsonst der Risikoklasse IV zugeordnet, denn das Risiko ist für den Anleger beim Geld investieren noch einmal höher, als wenn es sich um Standardwerte handeln würde, die der Anlageklasse III zugeordnet werden. Während das höhere Risiko definitiv ein Nachteil ist, können Sie allerdings auch andererseits vom Vorteil profitieren, dass viele Nebenwerte ein (deutlich) größeres Kurspotenzial als Standardwerte haben. Es ist also bei Aktien nicht anders wie bei allen anderen Anlageformen, nämlich dass ein höheres Risiko fast immer mit einer Chance auf überdurchschnittliche Renditen verbunden ist. Umgekehrt gilt natürlich das gleiche.

Wie können Sie als Anleger Ihr Risiko reduzieren?

Zwar sind Aktien in erster Linie als Nebenwerte mit einem nicht unerheblichen Risiko ausgestattet, denn sämtliche Wertpapiere beinhalten in dieser Risikoklasse die folgenden Risiken: 

  • Emittentenrisiko (Insolvenz der AG)
  • Kursrisiko
  • Ertragsrisiko

Trotzdem haben Sie als Anleger die Möglichkeit, zumindest etwas dafür zu tun, dass die Risiken reduziert werden. Dazu bietet es sich im ersten Schritt an, eine Diversifikation vorzunehmen, die dringend zu empfehlen ist. Diversifikation bedeutet, dass Sie Ihr Geld keinesfalls in einen Aktienwert investieren, sondern sich für mehrere Aktien entscheiden. 

Im optimalen Fall handelt es sich dabei nicht nur um Nebenwerte aus Risikoklasse IV, sondern Sie mischen Ihr Portfolio zusätzlich mit Standardwerten durch, die der Anlageklasse III zugeordnet werden. Unter den Nebenwerten sollten Sie zudem eine Verteilung des Kapitals vornehmen, sodass Sie letztendlich mindestens fünf bis zehn verschiedene Aktientitel im Depot haben.

Eine weitere Möglichkeit, eventuelle Verluste bei Nebenwerten der Risikoklasse IV zu reduzieren, ist das Erteilen einer Stop-Loss Order. Das bedeutet, dass Sie selbst eine Marke setzen, die den maximal tolerierbaren Verlust mit der jeweiligen Aktie definiert. Fällt der Aktienkurs zukünftig und erreicht diese Marke, wird die Position automatisch verkauft. So haben Sie eine gute Möglichkeit, Verluste zwar nicht gänzlich zu verhindern, aber zumindest vom Umfang her zu begrenzen.

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