Bausparvertrag: Eigenheim als Ziel zur privaten Altersvorsorge

Beim Bausparvertrag handelt sich um einen speziellen Sparvertrag, da dieser in erster Linie in Verbindung mit einem späteren Eigenheim und dessen Finanzierung steht.

In dem Fall dient die eigene Immobilie zur privaten Altersvorsorge, indem Sie Miete einsparen und somit mehr frei verfügbares Kapital für die monatlichen Kosten haben.

Worum handelt es sich beim Bausparvertrag?

Der Bausparvertrag zählt zu den ältesten Finanzprodukten überhaupt, die der breiten Masse an Kunden zugänglich sind. Seit über 80 Jahren gibt es in Deutschland das Bausparen, welches vor allem in den 60er bis 90er Jahren sehr häufig genutzt wurde. Das wesentliche Ziel besteht beim Bausparen nicht im Geld investieren durch den Kunden, sondern darin, nach einer Ansparphase ein zinsgünstiges Darlehen zu erhalten, welches im Zuge der Immobilienfinanzierung eingesetzt werden kann.

In dem Zusammenhang funktioniert der Bausparvertrag auf der Grundlage, dass der Bausparer zunächst über die ersten Jahre hinweg Einzahlungen vornehmen muss, um später ein Recht auf das zinsgünstige Bauspardarlehen zu haben. Grundsätzlich ist es allerdings auch möglich, den Bausparvertrag als reinen Sparplan in Anspruch zu nehmen. Das ist aufgrund der geringeren Zinsen jedoch nicht empfehlenswert.

Wie funktioniert das Bausparen im Detail?

Positiv ist, dass es sich beim Bausparvertrag um einen äußerst sicheren Sparvertrag handelt, denn sowohl die Rückzahlung des Guthabens als auch der vereinbarte Zinssatz sind garantiert und sicher. Ebenfalls zu den Vorzügen gehört, dass der Bausparvertrag riesterfähig ist. Eine Sonderform ist das sogenannte Wohnriester, bei dem Sie den Bausparvertrag nutzen können, um später eine Tilgung Ihres Immobilienkredites vorzunehmen oder diesen in die Baufinanzierung einzubinden. Wie aber funktioniert nun das Bausparen im Detail? 

Bausparen folgt in erster Linie den nachfolgenden Schritten, stets unter der Voraussetzung, dass Sie später von dem zinsgünstigen Bauspardarlehen Gebrauch machen möchten:

  1. Abschlusses Bausparvertrages und Vereinbarung der Bausparsumme
  2. Einzahlungen in den Bausparvertrag (Ansparphase)
  3. Bausparvertrag wird zuteilungsreif
  4. Auszahlung des Bauspardarlehens
  5. Rückzahlung des Bauspardarlehens

Das Bausparen als solches funktioniert auf Grundlage des sogenannten Bauspartopfes. Dies bedeutet, dass dort sämtliche Einzahlungen der Bausparer hinein fließen. Aus diesem Bauspartopf wiederum können die Bausparkassen zinsgünstigen Bauspardarlehen vergeben, die andere Bausparer mit in ihre Baufinanzierung einbinden können. Somit handelt es sich um ein Umverteilungsprinzip und um einen stetigen Kreislauf von Einzahlungen und Auszahlungen. 

Ein wichtiger Begriff ist in dem Zusammenhang die Zuteilungsreife. Damit das zinsgünstige Bauspardarlehen beansprucht werden kann, muss der Bausparvertrag zuvor zuteilungsreif sein. Ob der Bausparvertrag zuteilungsreif ist oder nicht, machen die Bausparkassen an der sogenannten Bewertungszahl fest. Diese muss einen bestimmten Punktwert erreichen, damit die Zuteilungsreife vorhanden ist. Dieser Punktwert wiederum ist an die folgenden Voraussetzungen gekoppelt:

  • Mindestspardauer erreicht
  • Mindestansparsumme erreicht
  • Bauspardarlehen wurde beantragt

Die Bausparsumme setzt sich beim Bausparen zum einen aus den Einzahlungen und zum anderen aus dem Bauspardarlehen zusammen. Je nach Tarif müssen Sie als Bausparer mindestens 30, 40 oder manchmal 50 Prozent der Bausparsumme ansparen. Haben Sie sich also beispielsweise für eine Bausparsumme in Höhe von 80.000 Euro entschieden, müssen Sie zum Beispiel mindestens 32.000 Euro ansparen, um dann die Differenz (48.000 Euro) als zinsgünstiges Bauspardarlehen zu halten. Die Zuteilungsreife setzt allerdings voraus, dass Sie neben dieser Mindestansparung auch die Mindestspardauer von in der Regel 1,5 bis 2,5 Jahren absolviert haben. Liegen diese Voraussetzungen vor, bestehen gute Chancen, dass der Bausparvertrag zuteilungsreif ist.

Lohnt sich Bausparen als Altersvorsorge?

Auf direktem Wege lohnt sich der Bausparvertrag natürlich nicht als reiner Sparplan, denn dafür sind einfach die Zinsen und auch eventuelle Prämien viel zu niedrig. Von der reinen Rendite her bewegen sich Bausparverträge aktuell nur noch im Bereich zwischen 0,4 und 1,2 Prozent. Die Stärke des Bausparvertrages ist jedoch das bereits angesprochene, zinsgünstige Bauspardarlehen. Dieses können Sie in Ihre Immobilienfinanzierung einbinden, sodass Sie ein Eigenheim erwerben. Dies wiederum ist selbstverständlich später eine ideale private Altersvorsorge.

Dementsprechend ist eindeutig festzuhalten, dass das Bausparen wenig als reiner Sparplan geeignet ist, mit dem Ziel des Eigenheims jedoch ein guter Schritt in Richtung private Altersvorsorge sein kann. Hinzu kommen neben der möglichen Riester-Förderung eventuell weitere staatliche Prämien, wie zum Beispiel die Arbeitnehmersparzulage und die Wohnungsbauprämie. 

Wie flexibel ist der Bausparvertrag?

In Grenzen ist der Bausparvertrag durchaus flexibel. Das bedeutet, dass Sie zum einen das spätere Darlehen nicht zwingend in Anspruch nehmen müssen. Zudem ist es normalerweise jederzeit möglich, die Bausparsumme zu erhöhen, mitunter ebenfalls zu verringern. Zur Flexibilität trägt ferner bei, dass Sie neben den vereinbarten Sparraten jederzeit Sonderzahlungen während der Ansparphase vornehmen können. Flexibilität gibt es lediglich bezüglich des späteren Bauspardarlehens nicht, denn dort ist der Zinssatz festgelegt und damit auch die monatliche Rate. Das ist allerdings für die meisten Sparer sogar ein Vorteil, denn diesbezüglich herrscht hohe Kalkulations- und Zinssicherheit.

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