Aktien als Investment - Standardwerte der großen Aktiengesellschaften

Anleger können heutzutage am Markt aus vielen Tausend Aktientiteln wählen. Für äußerst sicherheitsorientierte Investoren sind diese Wertpapiere weniger geeignet, da natürlich bei Aktienwerten stets das Risiko besteht, dass entweder größere Kursverluste entstehen oder die jeweilige Gesellschaft sogar insolvent wird.

Dennoch wählen zahlreiche Anleger ebenfalls Aktien aus, die durchaus Wert auf Sicherheit legen, jedoch einen langfristigen Anlagehorizont haben.

Große Spannweite bei Aktien bezüglich des Risikos

Falls Sie Geld investieren und sich dabei für Aktien entscheiden möchten, sollten Sie sich zumindest grundlegend mit dem Thema Börse & Wertpapiere beschäftigen. Bei Aktien ist es zum Beispiel wichtig zu wissen, dass es bezüglich der Rendite, aber auch im Hinblick auf das Anlagerisiko, teilweise enorme Unterschiede zwischen den einzelnen Aktienwerten gibt. Daher kommt es nicht von ungefähr, dass sich Aktien insgesamt auf drei Risikoklassen verteilen, nämlich von Anlageklasse III bis V. Es gibt also tatsächlich Aktien mit einem relativ geringen Risiko bzw. mäßigen Risiko, aber auch Titel, die mit einem hohen Verlustrisiko ausgestattet sind.

Standardwerte fallen oft in Risikoklasse III 

Aktien lassen sich hinsichtlich mehrerer Gesichtspunkte voneinander unterscheiden, wie zum Beispiel:

  • Branche
  • Länder / Regionen
  • Art der Übertragung
  • Standard- oder Nebenwert 

Besonders interessant bezüglich des Risikos ist weniger die Branche, sondern insbesondere die Region, aber auch die Unterscheidung zwischen Standard- und Nebentiteln. Vereinfacht dargestellt macht es einen großen Unterschied, ob Sie beispielsweise in eine kleine Aktiengesellschaft aus Südamerika oder in einen europäischen Standardwert investieren. In die Risikoklasse III fallen nahezu ausschließlich die sogenannten Standardwerte. Doch worum handelt es sich dabei eigentlich?

Als Standardwerte werden Aktien solcher Unternehmen bezeichnen, die eine gewisse Größe und damit Marktvolumen haben. In Deutschland sind es beispielsweise insbesondere die 30 Aktiengesellschaften, die mit ihren Wertpapieren im Deutschen Aktienindex vertreten sind, die als Standardwerte zu bezeichnen sind. Darüber hinaus gibt es noch weitere Titel, bei denen die AG ebenfalls eine gewisse Größe erreicht hat. Kennzeichnend für solche Standardwert ist unter anderem, dass es sich um vergleichsweise große und damit häufig auch relativ stabile Aktiengesellschaften handelt. 

Bei der Deutschen Bank, BASF oder auch der Deutschen Telekom würde vermutlich kaum ein Anleger auf die Idee kommen, bei einem Investment ein hohes Risiko zu befürchten, weil zum Beispiel die Deutsche Telekom insolvent werden könnte. Würden Sie sich hingegen stattdessen für einen kleineren Nebenwert entscheiden, bei dem das Unternehmen vielleicht nur 1/100 des Jahresumsatzes der Deutschen Telekom hat, läge das Risiko naturgemäß wesentlich höher.

Diversifikation auch bei Standardwerten wichtig

Zählen Sie also zu den Anlegern, die eine gute Mischung aus Sicherheit und Rendite haben möchten, sind für Sie in erster Linie Standardwerte im Aktienbereich die erste Wahl. Dabei muss es sich keineswegs zwangsläufig nur um deutsche Aktienwerte handeln, sondern auch europäische, amerikanische und teilweise asiatische Aktiengesellschaften zählen durchaus zu den Unternehmen mit Standardwerten. 

Eine gute Orientierungshilfe, mittels derer Sie aus einem Markt die großen Aktiengesellschaften „fischen“ können, sind die Leitindizes des jeweiligen Landes oder der Region. Wenn sich die Aktie in einem der folgenden Indizes befindet, können Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es sich dabei zum einen um einen Standardwert und zum anderen um ein relativ großes Unternehmen handelt:

  • Deutscher Aktienindex
  • Dow-Jones-Index
  • Nikkei Index
  • EuroStoxx 50 Index
  • FTSE 100 Index

Manche Aktiengesellschaften werden Sie alleine vom Namen her ohnehin kennen. Ist das der Fall, ist das ebenfalls ein gutes Zeichen dafür, dass es sich ein um eine große Aktiengesellschaft und somit bei Aktien um einen Standardwert handelt. Dies gilt beispielsweise für sehr bekannte Unternehmen und Markennamen, wie zum Beispiel Beyer, Daimler, L'Oreal, Coca-Cola oder Sony. 

Wichtig ist allerdings auch bei diesen Standardwerten, dass Sie möglichst eine Diversifikation vornehmen. Selbstverständlich kann es auch bei großen Aktiengesellschaften wie der Deutschen Telekom oder Daimler einmal dazukommen, dass für einen bestimmten Zeitraum ein größerer Kursrückgang zu verzeichnen ist. Dann ist es wichtig und sinnvoll, dass Sie Ihr Kapital eben nicht nur in diese eine Aktie investiert haben, sondern eine gute Mischung aus mehreren Aktien vorhanden ist. 

Experten raten dazu, dass ab einer Anlagesumme von 20.000 Euro das Geld auf mindestens fünf unterschiedliche Aktienwerte verteilt werden sollte. Auf diese Weise können Sie sich ein gut gemischtes Portfolios aus mehreren Standardaktien zusammenstellen, die im optimalen Fall zudem aus unterschiedlichen Ländern / Regionen und Branchen stammen. Darüber hinaus ist es natürlich möglich, auch einige Nebenwerte ins Portfolio aufzunehmen, die dann allerdings in der Regel in die Risikoklasse IV fallen. Dort ist zwar das Risiko von Kursverlusten oder einer Insolvenz größer, aber dafür haben manche Nebenwerte sich in der Vergangenheit schon durch enorme Kurssteigerungen ausgezeichnet, weil das Unternehmen zum Beispiel einen Nischenmarkt besetzt.

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