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Risikoklasse III: Meistens Aktien und Fonds

Risikoklasse III: Meistens Aktien und Fonds

Bekanntlich sind die fünf Risikoklassen bei Geldanlagen aufsteigend danach geordnet, wie hoch das jeweilige Risiko der einzelnen Anlageformen ist. Sie dienen als Orientierung für Anleger, um einschätzen zu können, in welchem Verhältnis potenzielle Rendite und Verlustrisiko stehen.

Während Sie in Risikoklasse I und meist auch in Risikoklasse II fast ausschließlich sehr sichere Anlageprodukte vorfinden – etwa Tagesgeld, Festgeld oder deutsche Staatsanleihen – verändert sich das Risikoprofil spürbar, sobald man sich mit Risikoklasse III beschäftigt. Denn in dieser mittleren Kategorie sind zwar immer noch viele etablierte und breit eingesetzte Anlageformen zu finden, gleichzeitig ist das Risiko eines Kapitalverlusts hier aber realistisch und muss bewusst einkalkuliert werden.

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Typische Vertreter dieser Risikoklasse sind Aktienfonds, ETFs auf breit gestreute Indizes sowie einzelne Aktien solider Unternehmen. Auch Mischfonds, die aus Anleihen und Aktien bestehen, oder konservative Immobilienfonds fallen häufig in diese Kategorie. Das Verlustrisiko ist bei diesen Anlagen in der Regel moderat, lässt sich aber – insbesondere bei kurzfristiger Haltedauer – nicht ausschließen.

Ein zentraler Punkt bei Risikoklasse III ist: Die Schwankungsbreite (Volatilität) ist höher als in den beiden unteren Risikoklassen. Anleger müssen also damit rechnen, dass der Wert ihrer Anlage temporär sinkt – etwa durch Markteinflüsse, Zinserhöhungen oder geopolitische Ereignisse. Allerdings handelt es sich meist um temporäre Rückgänge, die sich über einen mittelfristigen bis langfristigen Anlagehorizont häufig wieder ausgleichen oder sogar in eine positive Rendite umkehren.

Risikoklasse III eignet sich besonders für Anleger:innen, die zwar Wert auf eine gewisse Sicherheit legen, aber dennoch bereit sind, ein kalkuliertes Risiko einzugehen, um ihr Kapital über die Jahre hinweg besser zu vermehren als mit klassischen Sparformen. Gerade für mittel- bis langfristig orientierte Anleger bietet diese Klasse eine gute Balance zwischen Risiko und Ertrag.

Abschließend lässt sich sagen: Risikoklasse III steht für bewusste Investitionsentscheidungen, die Chancen auf Wachstum eröffnen, ohne in spekulative Bereiche abzugleiten. Sie bildet den idealen Einstiegspunkt für alle, die sich vom klassischen Sparbuch lösen und erste Schritte am Kapitalmarkt gehen möchten – mit einem ausgewogenen Verhältnis von Renditepotenzial und Sicherheit.

Wie ist die Risikoklasse III definiert?

Einheitliche Definitionen für die jeweiligen Risikoklassen gibt es zwar nicht, aber dennoch ist natürlich bekannt, wie das Risiko ungefähr für diejenigen Anlageprodukte ist, die sich zum Beispiel in der Risikoklasse III befinden. Allgemein können Sie davon ausgehen, dass das Risiko der Produkte in dieser Anlageklasse III mittelmäßig ist. Zwar lässt sich dies schlecht den Prozenten ausdrücken, aber durchschnittlich betrachtet kann sich das Anlagerisiko auf 20 bis 40 Prozent belaufen. Allerdings ist es von mehreren Faktoren abhängig, wie hoch eventuelle Verluste dann tatsächlich ausfallen können.

Welche Anlageformen fallen in die Risikoklasse III?

In die Risikoklasse III fallen insbesondere zwei Anlageformen, nämlich zum einen Aktien und zum anderen Fonds. Aber auch manche Rentenpapiere zählen zu dieser Risikogruppe, sodass man allgemein sagen kann, dass vor allem Wertpapiere in die Risikoklasse III fallen. Typische Beispiele sind vor allem:

An dieser beispielhaften Auflistung lässt sich allerdings ein gewisses Problem erkennen, das mit der Risikoklasse III verbunden ist. Worin besteht diese Schwierigkeit?

Differenzieren zwischen den Wertpapieren ist von großer Bedeutung

Das Problem besteht bei der Risikoklasse III darin, dass die genannten Anlageformen sich teilweise ebenso auf andere Risikoklassen verteilen. Das gilt sowohl für Aktien als auch für Investmentfonds und Anleihen. Nehmen wir beispielsweise Rentenpapiere. Diese haben Sie bereits in Risikoklasse I vorgefunden, wie zum Beispiel Bundesanleihen

In der Risikoklasse II finden Sie ebenfalls Rentenpapiere, nämlich Anleihen mit gutem Rating, aber auch in den Risikoklassen IV und V in Form der sogenannten Junk Bonds. Anleihen verteilen sich daher auf nahezu alle Risikoklassen, sodass es nicht immer einfach ist, diejenigen Rentenpapiere zu finden, die in die Rubrik der Anlageklasse III fallen.

An dieser Stelle ist demnach etwas Recherche und Fachwissen notwendig, damit Sie die Information haben, ob nun die Aktie A in die Risikoklasse III, IV oder V fällt. Aus dem Grund haben wir bei der Definition der Risikoklassen auch jeweils in Klammern gesetzt, um welche Art von Aktien, Investmentfonds oder Anleihen es sich handelt. So werden der Risikoklasse III beispielsweise im Bereich Aktien keine Nebenwerte, schon gar nicht aus dem Ausland, zugeordnet. 

Stattdessen handelt es sich ausschließlich um Standardwerte, die in erster Linie aus Deutschland oder insgesamt aus dem europäischen Bereich stammen. Ein ausländischer Nebenwert hingegen würde mit einem deutlich höheren Risiko behaftet sein, sodass diese Aktien entweder in die Risikoklasse IV (meistens) oder zum Teil sogar in die höchste Risikoklasse V einzuordnen wären.

Noch etwas schwieriger ist die Aufteilung bei Investmentfonds, denn dort kommt es nicht nur auf die Fondsart an, sondern darüber hinaus, in welche Basiswerte die jeweilige Fondsgesellschaft das Kapital der Anleger investiert. 

So kann es durchaus passieren, dass der eine Aktienfonds eher der Risikoklasse III zuzuordnen ist, während der andere Aktienfonds hingegen in die Anlageklasse IV fällt. Eine gute Hilfe kann in dem Fall das Rating sein, zumindest bei Anleihen und Aktien. Auf Grundlage der Bewertung können Sie ungefähr einschätzen, wie hoch das Risiko ist und dementsprechend, welcher Risikoklasse die jeweiligen Wertpapiere zuzuordnen sind.

Für wen sind Anlageformen der Risikoklasse III geeignet?

Wie bei jeder Assetklasse, so gibt es auch bei der Risikoklasse III bestimmte Anlegertypen, für die entsprechende Anlageprodukte aus dieser Anlageklasse sehr gut geeignet sind. Anlageformen aus der Risikoklasse III eignen sich vor allem für Investoren, die eine gute Mischung aus Sicherheit und Ertrag haben möchten. Die entsprechenden Produkte sind weder sehr sicher noch weisen sie eine überdurchschnittliche Rendite auf. 

Aus dem Grund eignen sich beispielsweise Aktien oder auch Fonds aus der Risikoklasse III bestens zum Aufbau oder zur Erweiterung eines Portfolios. Als Anleger sollten Sie also weder besonders chancen- noch sicherheitsorientiert sein, sondern die wesentliche Eigenschaft für die Produkte aus der Risikoklasse III wird häufig mit „ertragsorientiert“ beschrieben.

Werfen Sie auch einen Blick in unseren interessanten Ratgeber, in dem Sie eine Fülle an faszinierenden Artikeln rund um das Thema Kapitalanlage vorfinden.

Aktien (Standardwerte)

Bei Aktien fallen insbesondere die Haupt- bzw. Standardwerte in die Risikoklasse III, da große Unternehmen vergleichsweise stabil sind.

Aktien (Standardwerte)

Aktienfonds (mit Standardwerten)

Aktienfonds können in mehrere Risikoklassen fallen, sodass Anleger diesbezüglich eine gute Auswahl treffen müssen.

Aktienfonds (mit Standardwerten)

Rentenfonds (international)

Rentenfonds zählen zu den Finanzprodukten, die oft in die Risikoklasse III eingruppiert werden, wenn es sich um internationale Anleihen handelt.

Rentenfonds (international)

Mischfonds

Mischfonds sind vor allem für Anleger und Sparer eine Alternative, die sowohl in Aktien als auch Renten über Fonds Geld investieren möchten.

Mischfonds

Anleihen (mit mittlerem Rating)

Anleihen mit mittleren Rating werden häufig in die Risikoklasse III eingeordnet, da die Bonität des Emittenten nicht hervorragend ist.

Anleihen (mit mittlerem Rating)