Junk Bonds in Risikoklasse V: Hochzinsanleihen mit großem Risiko

Im Anleihebereich gibt es eine große Vielfalt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich manche Rentenpapiere in der Risikoklasse II finden, während andere Anleihen der Risikoklasse IV oder sogar der Assetklasse V zugeordnet werden.

Zu den letztgenannten Wertpapieren zählen die sogenannten Junk Bonds, die ins Deutsche übersetzt auch als Schrottanleihen bezeichnet werden.

Was sind Junk Bonds?

Der Begriff Junk Bonds stammt aus dem amerikanischen Raum und wird seit vielen Jahren an den Finanzmärkten für Anleihen genutzt, die mit einem sehr hohen Risiko ausgestattet sind. Positiv werden diese Rentenpapiere auch als Hochzinsanleihen bezeichnet, weil sie eben eine überdurchschnittlich hohe Rendite in Form der zugesagten Zinsen verbriefen. Dabei dürfen sich Anleger allerdings nicht darüber hinwegtäuschen lassen, dass die Hochzinsanleihen beim Geld investieren mit einem ebenso hohen Risiko verbunden sind. Emittenten sogenannter Junk Bonds zeichnen sich im negativen Sinne nämlich durch ein sehr schlechtes Rating, also eine geringe Bonität, aus. 

Junk Bonds: Sowohl Staats- als auch Unternehmensanleihen betroffen

In die Rubrik der Schrottanleihen können sowohl Wertpapiere fallen, die von Unternehmen als auch von Staaten emittiert werden. Es ist also keineswegs so, dass Sie nur Junk Bonds in Form von Unternehmensanleihen finden, sondern auch manche Staaten haben eine so geringe Bonität, dass die ausgegebenen Rentenpapiere häufiger als Schrottanleihen bezeichnet werden. Das Risiko bei solchen Junk Bonds besteht nicht nur darin, dass Anleger den zugesagten Zins nicht erhalten, sondern es kann sogar einen Totalausfall und damit einen kompletten Verlust des investierten Kapitals geben.

Woran erkenne ich Junk Bonds?

Es gibt mehrere Anzeichen und sogar feste Merkmale, die dafür sprechen, dass es sich bei einer Anleihe um einen Junk Bonds handelt. Im Überblick sind es vor allem die folgenden Konditionen und Merkmale, die den Schluss zulassen, dass es sich um eine sogenannte Schrottanleihe handeln könnte: 

  • Außergewöhnlich hoher Zins
  • Emittent befindet sich im außereuropäischen Ausland, insbesondere in Südamerika oder Afrika
  • Schlechtes Rating
  • Emittent aus einem Schwellenland

Auf der einen Seite ist es natürlich positiv, dass Junk Bonds gleichermaßen Hochzinsanleihen sind und dem Anleger ein sehr überdurchschnittlicher Zinssatz zugesagt wird. Während Sie beispielsweise momentan für Bundesanleihen nicht einmal einen Zins von jährlich einem Prozent erhalten, verbriefen Junk Bonds häufiger jährliche Zinsen von acht oder sogar mehr als zehn Prozent. Gleichzeitig ist der überdurchschnittlich hohe Zins jedoch ein markantes Merkmal der Schrottanleihen. Die Emittenten müssen nämlich einen so hohen Zins zahlen, weil aufgrund des hohen Risikos sonst kein Anleger dazu bereit wäre, die Wertpapiere zu erwerben. 

Ein weiteres Anzeichen für Junk Bonds ist, dass der Emittent aus dem außereuropäischen Ausland stammt und es sich oft um ein Schwellenland handelt. Die Anleihen stammen also aus dem Bereich Emerging Markets, was wiederum mit einem überdurchschnittlich hohen Risiko verbunden ist. Den besten Anhaltspunkt liefert sicherlich das Rating von Agenturen wie Standard & Poor's, denn dort wird die Bonität des Emittenten bewertet. Erhält der Emittent der Anleihe zum Beispiel bei Standard & Poor's eine Bewertung von „C“ oder schlechter, können Sie mit höherer Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass es sich bei dem Wertpapier um einen Junk Bonds handelt.

Schrottanleihen fallen in die Risikoklasse V

Bevor Sie sich für Junk Bonds entscheiden und die entsprechenden Anleihen Geld investieren, sollten Sie sich des hohen Risikos bewusst sein. Nicht umsonst werden Schrottanleihen der höchsten Assetklasse, der Risikoklasse V, zugeordnet. Die Wertpapiere gelten als hochspekulativ, was insbesondere auf die geringe Bonität des Emittenten zurückzuführen ist. Aufgrund des hohen Risikos sollten Schrottanleihen lediglich einen kleinen Teil des eigenen Portfolios ausmachen. Experten raten dazu, nicht mehr als 10 Prozent des gesamten Investitionskapitals in solche Junk Bonds zu investieren. 

Risiko durch Derivate absichern

Erfahrene und clevere Anleger nutzen nach einem Investment in Junk Bonds die Möglichkeit, die entsprechenden Positionen abzusichern. Dies funktioniert insbesondere über Derivate, mit denen beispielsweise auf sinkende Kurse der entsprechenden Anleihen spekuliert wird. Allerdings sollten Sie sich diesbezüglich bestens am Markt auskennen. Sonst kann es schlimmstenfalls sogar zu doppelten Verlusten kommen, nämlich einerseits aus der Anleiheposition und andererseits mittels der gekauften Derivate.

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