Risikoklasse I - Anlageformen mit höchster Sicherheit

Die zahlreichen Anlageformen, die Kunden an den Finanzmärkten nutzen können, lassen sich unter anderem bezüglich ihrer Sicherheit voneinander unterscheiden.

Zu diesem Zweck gibt es mehrere Risikoklassen, die auch als Asset-Klassen oder Anlageklassen bezeichnet werden. Jeder Risikoklasse werden verschiedene Finanzprodukte eingeordnet, die sich im Hinblick auf die Sicherheit für den Anleger unterscheiden.

Unterschiedliche Einteilungen in die Risikoklassen

Es gibt an den Finanzmärkten keine einheitlich gültige Risikoklasse. Mal werden die Finanzprodukte in fünf, mal in sieben unterschiedliche Asset-Klassen eingeordnet. Trotz dieser kleineren Differenz haben sämtliche Einteilungen gemeinsam, dass die Anlageformen innerhalb der verschiedenen Risikoklasse nach Sicherheit abgestuft werden. Meistens wird das System der fünf unterschiedlichen Risikoklassen genutzt. Das bedeutet, dass alle am Markt gängigen Anlageformen, in die Sie Geld investieren können, einer dieser fünf Risikoklassen zugeordnet werden.

Risikoklasse I: Anlageformen mit höchster Sicherheit

In der Risikoklasse I befinden sich Anlageformen, die insbesondere für äußerst sicherheitsorientierte Anleger bestens geeignet sind. Der Grund ist, dass in der Asset-Klasse I ausschließlich solche Finanzprodukte zu finden sind, die sich durch eine sehr hohe Sicherheit auszeichnen. Die meisten dieser Anlageformen haben - wenn überhaupt - lediglich eines der folgenden vier Risiken, die Geldanlagen grundsätzlich aufweisen können:

  • Emittentenrisiko
  • Kursrisiko
  • Ertragsrisiko
  • Währungsrisiko

Oftmals haben die Anlageprodukte aus der Risikoklasse I gar kein Risiko, denn beispielsweise das Emittentenrisiko ist durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Dies gilt allerdings nicht für alle Anlageprodukte, die sich in der Risikoklasse I befinden. Manche Finanzprodukte haben von Natur aus kein Emittentenrisiko, insbesondere Investmentfonds.

Welche Finanzprodukte befinden sich in der Risikoklasse I?

Wie eingangs erwähnt, findet man in der Risikoklasse I ausschließlich Anlageformen mit einer sehr hohen Sicherheit. Aus dem Grund werden für gewöhnlich in die Anlageklasse I die folgenden Finanzprodukte eingeordnet:

Von diesem genannten Anlageformen fallen drei unter die gesetzliche Einlagensicherung, nämlich Spareinlagen, Tages- und Festgelder. Bundesanleihen, Sparbriefe und Geldmarktfonds werden dennoch als genauso sicher betrachtet, da nur ein äußerst geringes Risiko existiert. Je nach Definition werden mitunter auch noch europäische Geldmarktfonds der 1. Klasse zugeordnet, weil darin in der Regel sichere Geldmarktpapiere enthalten sind.  

Für wen sind Anlagen aus der Risikoklasse I geeignet?

Zunächst einmal sind sämtliche Finanzprodukte, die der Risikoklasse I zugeordnet sind, für äußerst sicherheitsorientierte Anleger geeignet. Es handelt sich dabei um Kunden, denen ein möglichst geringes Risiko beim Geld investieren deutlich wichtiger als zum Beispiel eine überdurchschnittliche Rendite ist. Das bedeutet allerdings auch, dass Sie als Anleger nicht erwarten dürfen, bei Produkten aus der Asset-Klasse I eine gute oder durchschnittliche Rendite zu erhalten. 

Stattdessen sind die Erträge - insbesondere in der Niedrigzinsphase - unterdurchschnittlich. So erhalten Sie beispielsweise auf Sparkonten, Fest- und Tagesgeldkonten sowie bei Geldmarktpapieren und Bundesanleihen nur noch selten Zinsen von mehr als einem Prozent. Die hohe Sicherheit, durch die sich sämtliche Finanzprodukte in der Risikoklasse I auszeichnen, geht also eindeutig auf Kosten der Rendite. Ein weiterer Faktor, den Sie bei der Auswahl der Anlageformen beachten sollten, sind Verfügbarkeit des Kapitals und Flexibilität. Hier gibt es durchaus Unterschiede zwischen den Anlageformen aus Anlageklasse I.

Anlageformen aus der Risikoklasse I zur Diversifizierung

Meistens ist es nicht sinnvoll, dass Sie Ihr gesamtes Vermögen in Anlageformen der Risikoklasse I investieren. Stattdessen dienen die angesprochenen Finanzprodukte vor allem zu einer Diversifikation und nehmen in Ihrem Portfolio den Sicherheitsteil ein. Wenn Sie beispielsweise in absehbarer Zeit Kapital benötigen und dies vorübergehend sehr sicher investieren möchten, ist das Tagesgeldkonto bestens geeignet. 

Unter dieser Voraussetzung macht es hingegen wenig Sinn, das Geld zum Beispiel in Aktien oder Fonds zu investieren. Meistens muss jedoch nicht der gesamte Anlagebetrag in Kürze verfügbar sein, sodass eine Portfoliomischung auch aus Finanzprodukten bestehen kann, die anderen Risikoklassen zugeordnet sind. Welche das sind und welche Anlageformen sich in den Risikoklassen II bis V eingruppieren lassen, erfahren Sie in einem unserer weiteren Beiträge.

Spareinlagen

Geld investieren in Spareinlagen – sicher durch Einlagensicherung, aber in der Niedrigzinsphase nur mit geringen Renditen ausgestattet.

Spareinlagen

Tagesgeld

Das Tagesgeld bietet Anleger die Möglichkeit, mit hoher Sicherheit und Geld zu investieren und das Guthaben jederzeit verfügen zu können.

Tagesgeld

Festgeld

Das Festgeld als Termineinlage bieten Anlegern die Option, Geld zu investieren und dabei aufgrund der vereinbarten Laufzeiten genau zu kalkulieren.

Festgeld

Bundesanleihen

Bundesanleihen sind für eine langfristige Kapitalanlage geeignet, bei der Anleger mit hoher Sicherheit Geld investieren können.

Bundesanleihen

Der Sparbrief

Der Sparbrief ist für Anleger geeignet, die zum einen langfristig Geld investieren wollen und zum anderen dabei auf eine hohe Sicherheit setzen.

Der Sparbrief

Geldmarktpapiere

Geldmarktpapiere geben Anlegern die Möglichkeit, Geld zu investieren und dieses jederzeit verfügbar zu halten mit kurzen Laufzeiten.

Geldmarktpapiere