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Immer mehr junge Erwachsene investieren in Aktien

Immer mehr junge Erwachsene investieren in Aktien

In Deutschland haben relativ wenige Anleger - vor allem im Vergleich zu manch anderen Ländern - Aktien im Depot. Experten begründen das oftmals mit dem besonders hohen Sicherheitsbedürfnis, welches Anleger hierzulande haben. Die junge Generation allerdings investiert momentan verstärkt in Aktien, was sicherlich auch auf die fehlenden Alternativen zurückzuführen ist. 

Trading-Apps führen zu einem höheren Investitionsvolumen

Fachleute machen insbesondere die Trading-Apps dafür verantwortlich, dass immer mehr junge Menschen Geld in Aktien investieren. Die sogenannten Neobroker ermöglichen es, binnen weniger Minuten ein Depot zu eröffnen und bereits danach sofort mit dem Handel von Wertpapieren zu starten. Man ist also heutzutage sprichwörtlich nur wenige Klicks davon entfernt, binnen eines Tages zum Aktionär zu werden. Das wird oftmals unterstützt durch niedrige Kosten, wenn zum Beispiel für die Ausführung einer Aktienorder lediglich ein oder zwei Euro anfallen. 

Deutlich mehr Aktionäre unter 30 Jahren 

Das wachsende Interesse junger Menschen an Aktien wird durch mehrere Zahlen untermauert. So stieg zum Beispiel die Anzahl der Aktionäre im Alter von unter 30 Jahren binnen eines Jahres (2020) um über eine halbe Millionen Menschen an. Dies belegt eine Studie des Deutschen Aktieninstitutes. Dieser Trend hat sich auch im vergangenen Jahr weiter fortgesetzt, sodass inzwischen etwa 1,5 Millionen junge Erwachsene im Alter von unter 30 Jahren entweder Aktientitel oder alternativ Investmentfonds in ihrem Depot haben. 

Jungen Anlegern fehlt es oft an Alternativen

Der Hauptgrund dafür, dass sich junge Erwachsene vermehrt für ein Investment in Aktien entscheiden, sind aus Sicht der meisten Experten die mangelnde Alternativen. Sparbuch, Tages- und Festgeld sind nicht nur für viele jüngere Menschen langweilig, sondern verbriefen eine völlig unakzeptable Rendite. Junge Menschen hingegen möchten ihr Kapital nicht verschenken, sondern durch ein Investment zumindest einen durchschnittlichen und damit akzeptablen Ertrag generieren. 

Da es zwar bei Banken auch renditestärkere Alternativen gibt, die entsprechenden Produkte allerdings nicht selten relativ komplex sind, ist das ein weiterer Punkt, der für das Investieren in Aktien spricht. Zudem ist die Handhabung sehr einfach, denn nicht nur die angesprochenen Neobroker, sondern ebenfalls normale Banken und Online-Broker stellen den Handel inzwischen mittels einer App zur Verfügung. Der Kunde muss demzufolge sowohl für die Depoteröffnung als auch den anschließenden Handel nur ein paar Klicks machen, und schon befindet sich eine neue Aktie im Depot.

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