Investieren in Eigenregie oder Vermögens- verwaltung nutzen?

Jeder Anleger ist darum bemüht, beim Geld investieren mit einer möglichst hohen Sicherheit eine gute Rendite zu erzielen. Allerdings ist es nicht einfach, im ersten Schritt die passende Anlageform zu finden und im zweiten Schritt tatsächlich eine überdurchschnittliche Rendite zu generieren.

Deshalb stehen zahlreiche Anleger vor der Frage, ob sie ihr Kapital in Eigenregie investieren oder stattdessen das Geld einer Vermögensverwaltung anvertrauen sollen. Wir möchten in unserem Beitrag darauf eingehen, welche Vor- und Nachteile die jeweilige Option hat.

Einfache Anlageprodukte meist in Eigenregie nutzbar

Eins vorweg: Am Kapitalmarkt gibt es zahlreiche, zum Teil sehr unterschiedliche Anlageformen. Bei den einfachen und transparenten Anlageformen, die im Grunde jeder Anleger sofort versteht, ist es natürlich überflüssig, einen Vermögensberater oder gar eine Vermögensverwaltung mit der Anlage des Kapitals zu beauftragen. Das trifft beispielsweise auf die folgenden Anlageformen zu, die sich übrigens vorwiegend in Risikoklasse I und Risikoklasse II befinden:

Es sind also in erster Linie klassischen Anlageprodukte, die vor allem von Banken angeboten werden, bei denen in aller Regel kein Beratungsbedarf besteht. Auf der anderen Seite handelt es sich dabei allerdings auch um diejenigen Kapitalanlagen, bei denen Sie im Zusammenhang mit dem Geld investieren aufgrund der Niedrigzinsphase schon seit Jahren nur eine recht geringe Rendite erzielen können. Wenn Sie jedoch höhere Erträge generieren wollen, funktioniert das meistens nur mit Kapitalanlagen, die ein gewisses Grundwissen erfordern und nicht unbedingt zu den einfachen Anlageformen zählen.

Aktien und Fonds: Grundlegende Kenntnisse empfehlenswert

Zu den Anlageformen, bei denen manche Anleger bereits an ihre Grenzen stoßen, was das notwendige Grundwissen angeht, zählen unter anderem:

Zwar sind die Produkte an sich relativ einfach zu verstehen, denn nahezu jedes Kind weiß zum Beispiel, dass Aktien an der Börse gehandelt werden. Der Kauf und auch der Verkauf sind also nicht das Problem. Stattdessen geht es vielmehr darum, dass Sie sich überhaupt für eine gute Aktie oder einen aussichtsreichen Fonds entscheiden. Dazu wiederum ist es notwendig, sich mit dem Markt und auch den einzelnen Titeln zu beschäftigen. Das erfordert nicht nur ein gewisses Grundwissen, sondern ist vor allem mit einem nicht unerheblichen Zeitaufwand verbunden. Mangelnde Zeit und fehlendes Wissen sind tatsächlich die häufigsten Gründe, warum sich Anleger gegen ein Investment in Eigenregie, sondern stattdessen für eine Vermögensverwaltung entscheiden.

Wann ist die Vermögensverwaltung sinnvoll?

Kommen wir nun zu den Voraussetzungen, unter denen die Inanspruchnahme einer Vermögensverwaltung durchaus sinnvoll ist. Als Alternative zur klassischen Vermögensverwaltung, die oftmals von Banken angeboten wird, gibt es seit mehreren Jahren die sogenannten Robo-Advisors. Es handelt sich dabei um Online-Vermögensverwalter, die vom Grundprinzip her wie eine klassische Vermögensverwaltung funktionieren. Das bedeutet, dass der Online-Vermögensverwalter sich um Ihr Anlagevermögen kümmert und das Geld entsprechend Ihren Zielen und des Anlegerprofils investiert. 

Nun stellen Sie sich vermutlich die Frage, in welchen Fällen eine solche Vermögensverwaltung - online sowie offline - eine gute Wahl sein kann. Experten nennen im Wesentlichen drei Faktoren, die gute Gründe sind, das eigene Vermögen einer Verwaltung professionellen Art anzuvertrauen: 

  • Mangelndes Fachwissen
  • Mangelnde Zeit
  • Anlagevermögen mindestens im mittleren fünfstelligen Bereich

Zwar ist es gerade bei den zuvor erwähnten Robo-Advisors heutzutage möglich, den Service schon ab wenigen Tausend Euro Anlagekapital zu nutzen. Viele Experten halten allerdings solch geringe Anlagesummen nicht unbedingt für praktikabel, um dafür extra eine Vermögensverwaltung zu beauftragen. Der Grund besteht vor allen Dingen in den Kosten, die natürlich mit der Nutzung einer Vermögensverwaltung verbunden sind. Daher ist es durchaus eine Empfehlung, eine Vermögensverwaltung erst ab einem gewissen Grundvermögen, welches angelegt werden soll, zu beauftragen. 

Die zwei wichtigeren Faktoren haben wir bereits erwähnt, nämlich dass Sie weder Zeit noch das Fachwissen haben, um Ihre Anlageentscheidungen selbst auf einer fundierten Basis treffen zu können. Dann wäre es sogar kontraproduktiv, wenn Sie in Eigenregie investieren. Es würden häufiger Fehlentscheidung getroffen oder sogar Fehler passieren, die im schlimmsten Fall zu höheren Verlusten führen können.

Nicht geeignet ist eine Vermögensverwaltung allerdings wiederum für sehr preissensible Kunden, die keine oder nur sehr geringe Kosten in Kauf nehmen möchten. Unter dieser Voraussetzung befinden Sie sich allerdings in einer Art Zwickmühle, wenn Sie einerseits weder Zeit noch Fachwissen haben, um Ihr Kapital in eigener Regie anzulegen, auf der anderen Seite jedoch auch kein Geld für eine Vermögensverwaltung ausgeben möchten.

Eigenregie oder Vermögensverwaltung: oft eine individuelle Entscheidung

Als Fazit lässt sich festhalten, dass es weder das Investieren in Eigenregie noch die Vermögensverwaltung ist, die grundsätzlich als bessere Alternative angesehen werden kann. Stattdessen sollte es stets eine Einzelentscheidung sein, welche Variante letztendlich die für Sie persönlich bessere ist. Haben Sie zum Beispiel Freude daran, sich etwas intensiver mit einer Anlage in Aktien zu beschäftigen, spricht natürlich nichts dagegen, die Wertpapiere in Eigenregie auswählen. Haben Sie hingegen keine Lust, sich mit dem Thema Geldanlagen intensiver zu beschäftigen, ist sicherlich die Vermögensverwaltung für Sie die ideale Option.

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