Anleger diversifizieren zunehmend bei der Kapitalanlage

Schon seit vielen Jahren predigen Experten und Anlageberater regelrecht, dass es bei der Geldanlage wichtig ist, eine Diversifizierung vorzunehmen. Oft wird in dem Zusammenhang auch ein Spruch genutzt, nämlich dass nicht alle Eier in einen Korb gelegt werden sollten. Inzwischen zeigt sich, dass tatsächlich immer mehr Anleger hierzulande ihr Kapital auf mehrere Anlageformen oder zumindest unterschiedliche Anlagen verteilen. 

Aktuelle Entwicklungen als ein Grund für die Diversifikation 

Ein Grund dafür, dass sich tatsächlich immer mehr Anleger entscheiden, ihr Kapital nicht nur auf ein Pferd zu setzen, sondern auf unterschiedliche Anlageformen zu verteilen, ist die wachsende Inflationsangst. Darüber hinaus gehen mittlerweile nahezu alle Experten von (weiteren) Zinssteigerungen aus, während die Börsen teilweise als relativ volatil gelten. Hinzu kommt die momentane, geopolitische Lage, die ebenfalls Ängste schürt und zeigt, dass auf Währungen und Zinsen basierende Anlageformen momentan nicht unbedingt die beste Wahl sind. All diese Tatsachen führen dazu, dass Anleger in Deutschland ihr Geld zunehmend auf unterschiedliche Anlageformen verteilen.

Wie sieht der aktuelle Anlagemix der deutschen Investoren aus?

Unter anderem eine Umfrage des Marktforschungsinstitutes YouGov kommt zu dem Ergebnis, wie Anleger momentan ihr Geld auf die unterschiedlichen Finanzprodukte verteilen. Dazu wurden über 2.000 Personen repräsentativ befragt. Momentan wird insbesondere in die folgenden Anlageformen Geld investiert

  • Gold: 28 %
  • Immobilien: 26 %
  • Fonds / ETFs: 20 %
  • Aktien: 15 %
  • Festgeld / Tagesgeld: 12 %
  • Sparbuch: 10 %
  • Staatsanleihen: 5 %

An dieser Auflistung erkennt man eindeutig, dass bei immer mehr Anlegern Sachwerte im Vordergrund stehen. Diese nehmen bei einer von bis zu drei wählbaren Anlageformen über die Hälfte ein, wenn man Gold und Immobilien zusammengerechnet. Immer weniger von Bedeutung sind hingegen verzinsliche Anlageformen, insbesondere das Sparbuch und auch Staatsanleihen.

Ukraine Krieg momentan nur mit geringen Auswirkungen

Trotzdem die momentane, geopolitische Lage in Form des Ukraine-Krieges zwar bei manchen Anlegern Auswirkungen auf die Anlageentscheidung hat, sind diese dennoch prozentual zu vernachlässigen. So gaben nur fünf Prozent der Befragten an, aufgrund des Ukraine-Krieges jetzt ihre Zusammensetzung des Portfolios vom Grundsatz her zu ändern. Immerhin acht Prozent nehmen im Hinblick auf im Depot befindlichen Aktien Anpassungen vor, indem zum Beispiel Wertpapiere aus Russland veräußert werden. Zusammengenommen zeigt die Umfrage auch, dass die deutschen Anleger mit der momentanen Situation vergleichsweise gelassen umgehen und nicht in Panik ihr gesamtes Portfolio verändern.

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