Cannabis Investments - sinnvolle Anlage in Hanf?

Cannabis ist auch in Deutschland mittlerweile zu einem beliebten Rohstoff geworden. Schätzungen zufolge sind es rund vier Millionen Bundesbürger, die regelmäßig Hanf konsumieren. Die aktuelle Ampel-Regierung geht in Kürze die Legalisierung von Cannabis an, was dem Markt noch einmal Aufschub geben dürfte. Daher stellt sich die Frage, ob ein Cannabis Investment für Anleger lohnenswert ist. 

Wie ist die aktuelle Situation in Deutschland?

Seit geraumer Zeit hat die Ampel-Koalition bereits angekündigt, dass sie das Thema Legalisierung von Cannabis angehen möchte. Experten rechnen damit, dass dies noch im Sommer 2022 passieren wird. Schon in den vergangenen Jahren wurden die rechtlichen Bestimmungen im Hinblick auf das sogenannte grüne Gold in zahlreichen Ländern immer weiter gelockert. Das hat unter anderem dazu geführt, dass Cannabis mittlerweile in einigen Ländern rund um den Globus vollkommen egal ist, wie zum Beispiel:

  • Zahlreiche US-Bundesstaaten
  • Portugal
  • Kanada

Insbesondere die Aussicht auf die Legalisierung auch in Deutschland macht Cannabis zu einem interessanten Markt für potentielle Investoren. Einige Optimisten gehen sogar gar davon aus, dass Hanf zukünftig in etwa das Volumen des Tabak- oder Alkoholmarktes einnehmen könnte. Auf der anderen Seite ist der Markt noch in den Anfängen, sodass ich ersteinmal stabilere Strukturen im Hinblick auf Angebote und Nachfragen entwickeln müssen. Trotzdem ist das Wachstum am Markt nach Angaben der Analysten jetzt bereits sehr groß. Schätzungen gehen davon aus, dass der Cannabis-Markt um etwa 25 Prozent pro Jahr wachsen könnte.

Chancen und Risiken im Blick haben 

Trotz der aktuell positiven Aussichten sollten Anleger auf keinen Fall blind Geld investieren. Bisher zeichnet sich der Cannabis-Markt nämlich im Hinblick auf die entsprechenden Anlageprodukte durch seine hohe Volatilität aus. Gerade Einsteiger brauchen gute Nerven, denn zum Beispiel die entsprechenden Cannabis-Aktien verlieren auch gut und gerne einmal innerhalb einer Woche zehn oder mehr Prozent an Wert. Aus dem Grund ist es äußerst wichtig, bei einem möglichen Cannabis Investment sehr genau zu selektieren.

Unternehmen aus Kanada weltweit mit führend

Eine besondere Marktposition haben mittlerweile Unternehmen aus Kanada, wenn es um die Cannabis-Branche geht. Der Grund ist in erster Linie, dass in Kanada das grüne Gold in vollem Umfang legalisiert ist. Dort gehen Anbieter mittlerweile auch zusätzliche Wege, sodass Cannabis jetzt schon in den folgenden Märkten vertreten ist:  

  • Medizinische Anwendungen
  • Convenience-Markt
  • Wellness-Markt
  • Beimischung in Getränken oder Nahrungsmittel
  • Tabak-Alternative

Diese Auflistung zeigt, dass es - gerade auch in Deutschland - noch definitiv ein großes Potenzial an Wachstum gibt. Das kommt vor allem dann zustande, wenn das grüne Gold nicht mehr vorwiegend nur im medizinischen Bereich zur Therapie eingesetzt wird, sondern ebenso im großen Bereich Freizeit. 

Wie kann ich in Cannabis investieren?

In erster Linie haben Sie mittels sogenannter Cannabis-Aktien die Möglichkeit, in Hanf zu investieren. Dabei handelt es sich um Unternehmen, die zum Beispiel mit der Cannabis-Produktion oder/und dem Vertrieb beschäftigt sind und deren Anteile Sie an der Börse handeln können. Deutsche Unternehmen gibt es in diesem Bereich bisher nur sehr wenige, sodass sich auch hier vor allem auf den nordamerikanischen Markt konzentrieren sollten. Allerdings sollten Sie beachten, dass Cannabis-Aktien momentan zum Teil noch deutlich volatiler als der Marktdurchschnitt in anderen Branchen sind. Daher sollten Sie sich am besten etwas mit dem Cannabis-Markt beschäftigen, wenn Sie tatsächlich die Auswahl der entsprechenden Aktien selbst in die Hände nehmen möchten. 

Gibt es Unternehmen aus Deutschland?

Wie bereits erwähnt, finden sich die führenden Unternehmen im Bereich Cannabis und Hanf in erster Linie in Nordamerika, vor allen Dingen in Kanada. Mittlerweile gibt es allerdings auch am deutschen Markt einige Firmen, die in dieser Branche beheimatet sind. Zu erwähnen ist hier insbesondere das noch relativ junge Unternehmen Synbiotic. Allerdings handelte sich dabei nicht um einen Cannabis-Hersteller, sondern stattdessen ist Synbiotic einer Art Plattform. Diese dient dazu, insbesondere Markenaus der Cannabis-Branche aufzubauen. Ein weiteres Unternehmen aus Deutschland ist die Firma Demecan. Dabei handelt es sich um ein StartUp, welches in Berlin ansässig ist. Demecan hat sogar ein Alleinstellungsmerkmal, nämlich dass es die einzige Firma aus Deutschland ist, welcher der Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken erlaubt ist.

Alternative: Investieren in Fonds und ETFs

Eine Alternative zum direkten Investment in Cannabis mittels entsprechender Aktien sind Fonds und auch ETFs. Dort investieren Sie mit einem breiter gestreut Risiko, was gerade bei diesem volatilen Markt sehr vorteilhaft ist. Neben einigen Publikumsfonds stehen mittlerweile auch wenige ETFs zur Verfügung, die spezialisiert auf Cannabis sind. Zu nennen ist hier beispielsweise der HANetf The Medical Cannabis and Wellness ETF.

Jetzt in Cannabis investieren oder noch abwarten?

Zwar gehen die Experten davon aus, dass in Kürze in Deutschland die Legalisierung von Cannabis erfolgen wird, weil sich die Koalition demgegenüber positiv äußert. In trockenen Tüchern ist die vollständige Legalisierung allerdings noch nicht. Daher stellt sich durchaus für Anleger die berechtigte Frage, ob es jetzt bereits richtige Zeitpunkt ist, in das grüne Gold zu investieren oder man noch etwas abwarten sollte, bis die geplante Legalisierung tatsächlich durch ist. 

Beide Zeitpunkte haben Vor- und Nachteile. Wenn Sie jetzt bereits in Cannabis-Aktien oder über Fonds investieren, haben Sie natürlich die Chance, bei der tatsächlich eintretenden Legalisierung vom dann vielleicht zusätzlichen Schub am Markt zu profitieren. Auf der anderen Seite gehen Sie das Risiko ein, dass sich die Legalisierung entweder verschiebt oder doch nicht stattfindet. Experten raten im Hinblick auf diese Frage meistens dazu, den Blick nicht zu sehr auf Deutschland zu richten, sondern eher auf den Weltmarkt. Genau aus diesem Grund werden in aller Regel internationale Unternehmen empfohlen, die eben beispielsweise aus Kanada oder den Vereinigten Staaten stammen. Auf jeden Fall ist der Markt momentan äußerst interessant, sodass ein Cannabis Investment durchaus in der Zukunft für attraktiven Renditen sorgen kann.

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