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Vermögensaufbau für Kinder

Vermögensaufbau für Kinder - darauf sollten Sie achten

Noch immer ist es Tradition, dass Eltern oder Großeltern direkt nach der Geburt des Kindes oder Enkelkindes damit beginnen, zum Beispiel Geld regelmäßig auf ein Sparkonto einzuzahlen.

Gerade das „gute, alte Sparbuch“ ist allerdings zum Geld investieren oder für den regelmäßigen Vermögensaufbau aufgrund der äußerst geringen Zinsen nicht mehr empfehlenswert. Ohnehin gibt es einige Punkte zu beachten, wenn Sie einen optimalen Vermögensaufbau für Ihre Kinder durchführen möchten.

Das richtige Finanzprodukte wählen: keine leichte Aufgabe

Insbesondere Großeltern neigen auch heute noch dazu, nach der Geburt der Enkelkinder einen Dauerauftrag einzurichten, bei dem beispielsweise monatlich 50 Euro auf ein neu eingerichtetes Sparkonto fließen. 

Diese Art des Vermögensaufbau ist allerdings aufgrund der geringen Zinsen nicht mehr empfehlenswert. Daher ist in diesem Bereich durchaus Aufklärungsarbeit zu leisten, insbesondere bei den Großeltern, aber durchaus ebenso bei zahlreichen Eltern. Es gibt nämlich am Finanzmarkt weitaus mehr Produkte, die neben einem Sparbuch deutlich besser zum Vermögensaufbau geeignet sind. Dabei handelt es sich insbesondere um Sparverträge, die es in den folgenden Varianten gibt:

Im ersten Schritt geht es für Eltern und Großeltern also beim geplanten Vermögensaufbau für Kinder und Enkelkinder darum, das optimal passende Finanzprodukte zu wählen.

Sicherheit und Rendite stehen im Fokus

Bei allen zuvor genannten Sparverträgen stehen für Eltern und Großeltern meistens zwei Eigenschaften im Fokus, nämlich zum einen die Sicherheit und zum anderen eine gute Rendite. 

In der Regel müssen Sie allerdings Kompromisse finden, denn ein Produkt zum Vermögensaufbau, welches einerseits äußerst sicher ist und zum anderen eine überdurchschnittlich hoch Rendite verbrieft, gibt es im Prinzip nicht. Sie müssen daher einen guten und individuellen Mittelweg zwischen Sicherheit und Rendite finden.

Video: Geldanlage für Kinder: Richtig sparen und anlegen fürs Kind!

Sparbuch und Banksparplan nicht mehr zeitgemäß

Lassen Sie uns kurz noch auf das beliebte Sparbuch zurückkommen und ebenfalls den Banksparplan mit einbeziehen. Beide Finanzprodukte sind nicht mehr zeitgemäß, da sie nur noch Renditen von selten oberhalb von einem Prozent aufweisen. Für einen langfristigen Vermögensaufbau ist das jedoch deutlich zu wenig, sodass Sie sich als Eltern und Großeltern mit anderen Sparprodukten beschäftigen sollten.

Große Auswahl beim langfristigen Vermögensaufbau

Falls Sie sich direkt nach der Geburt des Kindes bzw. Enkelkindes für einen Sparvertrag entscheiden möchten, besteht der große Vorteil darin, dass Sie in der Regel zwischen 15 bis 20 Jahre Zeit für den Vermögensaufbau haben. So sparen beispielsweise zahlreiche Eltern für ihre Kinder bis zu deren 18. Lebensjahr, sodass unter anderem folgende Ausgaben von dem angesammelten Kapital zu finanzieren sind:

  • Führerschein
  • Erste Wohnungseinrichtung
  • Auto
  • Studium

Aufgrund dieses langfristigen Anlagehorizontes stehen zahlreiche Sparformen zur Verfügung, wie zum Beispiel Fondssparpläne, ETF-Sparpläne und Aktiensparpläne. Lesen Sie dazu auch unsere Reportage: Geld in Fonds investieren: Ein Leitfaden für Anfänger

Diese gelten im Durchschnitt betrachtet zwar als weniger sicher wie ein Banksparplan, verfügen dafür allerdings - ebenfalls im Durchschnitt - über eine deutlich bessere Rendite. Sowohl bei Fonds- als auch bei Aktiensparplänen können Sie für Ihre Kinder eine durchschnittliche Jahresrendite zwischen sechs bis acht Prozent erzielen. Ähnlich rentabel sind unter anderem Edelmetallsparpläne, die insbesondere aufgrund der deutlich gestiegenen Nachfrage nach Gold und Silber zum Investment in den vergangenen Jahren sehr beliebt geworden sind.

Lohnt sich ein Vermögensaufbau für Kinder überhaupt?

Zu Beginn stellen sich durchaus zahlreiche Eltern und Großeltern die Frage, ob ein Vermögensaufbau für Kinder überhaupt lohnt, wenn man beispielsweise lediglich 50 Euro monatlich in den Sparvertrag einzahlen kann oder möchte. 

Dass das definitiv der Fall ist, zeigt die folgende Beispielrechnung. Hier haben die Eltern sich kurz nach der Geburt des Kindes für einen ETF-Sparplan entschieden und zahlen dort monatlich 50 Euro ein. Nach einer Laufzeit von 18 Jahren, nämlich mit Volljährigkeit des Kindes, steht trotz der scheinbar geringen Einzahlung eine stattliche Summe zur Verfügung.

  • Sparform: ETF-Sparplan
  • Monatliche Einzahlung: 50 Euro
  • Laufzeit: 18 Jahre
  • Durchschnittliche Jahresrendite: 6,5 %
  • Kapital nach 18 Jahren: ca. 20.000 Euro 

Mit 50 Euro monatlich zum Vermögensaufbau Ihrer Kinder oder Enkelkinder können Sie demzufolge bei einer durchschnittlichen Rendite von 6,5 Prozent jährlich nach 18 Jahren Einzahlungen auch auf eine stattliche Anlagesumme von ca. 20.000 Euro kommen. 

Damit lassen sich leicht typische Ausgaben junger Erwachsener finanzieren, wie zum Beispiel das erste Auto, der Führerschein oder die Wohnungseinrichtung. Somit ist die Frage klar mit „ja“ zu beantworten, ob sich Vermögensaufbau für Kinder schon in jungen Jahren lohnen kann.

Interessant in dem Zusammenhang ist auch unser Artikel: In welche ETFs investieren?

Sparverträge für Kinder

Sparverträge für Kinder

In einer Welt, die von wirtschaftlicher Unsicherheit geprägt ist, suchen Eltern immer wieder nach Möglichkeiten, um die finanzielle Zukunft ihrer Kinder abzusichern. Sparverträge für Kinder bieten hierfür eine geeignete und oft genutzte Lösung. Sie erlauben es Eltern, Großeltern oder anderen Verwandten, frühzeitig finanzielle Mittel für das Kind anzusammeln, die diesem später für unterschiedlichste Zwecke – ob Studium, erste Wohnung oder den Start ins Berufsleben – zur Verfügung stehen.

Ein Kindersparvertrag ist in der Regel flexibel gestaltet. Er kann sowohl mit einer Einmalzahlung als auch durch regelmäßige, kleinere Einzahlungen – oft schon ab wenigen Euros pro Monat – bespart werden. Diese Flexibilität ermöglicht es auch Familien mit geringerem Einkommen, für ihre Kinder vorzusorgen.

Die Vorteile solcher Verträge sind vielfältig. Zunächst einmal profitieren die Sparer von den Zinseszinsen. Selbst wenn nur kleine Beträge eingezahlt werden, kann durch die langfristige Anlagedauer und den Zinseszins-Effekt ein beachtlicher Betrag angespart werden. Darüber hinaus sind viele dieser Sparverträge so konzipiert, dass sie eine gewisse Rendite garantieren. In Zeiten niedriger Zinsen kann das ein nicht zu unterschätzender Vorteil sein.

Es gibt jedoch auch einige Punkte, die beim Abschluss eines Sparvertrags für Kinder beachtet werden sollten. Die Vertragsbedingungen sollten genau geprüft werden, insbesondere in Bezug auf Gebühren und Konditionen. Einige Banken oder Versicherungen bieten Produkte an, die auf den ersten Blick attraktiv erscheinen, bei genauerem Hinsehen jedoch versteckte Kosten oder ungünstige Bedingungen beinhalten. Es lohnt sich also, mehrere Angebote zu vergleichen und sich im Zweifelsfall unabhängig beraten zu lassen.

Ein weiterer Aspekt, der berücksichtigt werden sollte, ist die Verfügbarkeit des Geldes. Einige Sparverträge binden das Geld über eine sehr lange Zeit und erlauben keine oder nur unter hohen Kosten vorzeitige Auszahlungen. Für den Fall, dass das Geld unerwartet doch früher benötigt wird – beispielsweise für eine dringende Anschaffung oder unvorhergesehene Ausgaben in der Bildung – kann das problematisch sein.

Dennoch, mit der richtigen Auswahl und einer klaren Strategie sind Sparverträge für Kinder ein effektives Mittel, um Kindern einen finanziellen Grundstock für ihre Zukunft zu geben. Sie lehren zudem den Wert des Sparens und können, wenn das Kind alt genug ist, als Anlass dienen, um es in die Grundlagen des Finanzwesens einzuführen. In einer immer komplexer werdenden Finanzwelt ist das Wissen um den Umgang mit Geld und das Verständnis für finanzielle Zusammenhänge ein unschätzbares Gut. 

Ein frühzeitig angelegter Sparvertrag kann also weit mehr sein als nur ein finanzielles Polster – er kann der erste Schritt in eine finanziell bewusste und sichere Zukunft sein.

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