Rendite bei der Kapitalanlage - auf einen langen Atem kommt es an

Im Zusammenhang mit dem Vermögensaufbau sind viele Anleger und Sparer relativ ungeduldig. Wird mit der Anlage zum Beispiel nicht nach wenigen Jahren eine gute Rendite erzielt oder kommt es sogar zwischenzeitlich zu Verlusten, wechseln manche Anleger relativ schnell das entsprechende Anlageprodukt. Dabei zeigen zahlreiche Studien und Untersuchungen sowie Thesen von Experten, dass es bei der Kapitalanlage auf einen langen Atem ankommt. Insbesondere bei einem langfristigen Anlagehorizont lässt sich meist ein sehr erfolgreicher Vermögensaufbau gestalten.

Faktor Zeit mitentscheidend für erfolgreiche Anlage

Vor allem beim langfristigen Vermögensaufbau, wie zum Beispiel durch monatliche Sparraten, ist ein langer Atem nicht nur empfehlenswert, sondern auch für den Erfolg der Geldanlage wichtig. Dies gilt unter anderem für einige Finanzprodukte, bei denen sich die kurzfristige und langfristige Rendite erheblich voneinander unterscheiden können. Dazu gehören in erster Linie Investmentfonds und Aktien. Dort gibt es zum Teil signifikante Differenzen, wenn man sich zum Beispiel die durchschnittliche Jahresrendite einer Aktie innerhalb eines Zeitraums von 3, 5, 10 und 20 Jahren näher betrachtet. 

Für Aktien ist es typisch, dass die Chance auf eine gute Rendite mit wachsender Anlagedauer steigt, während dies bei Anleihen meistens genau andersherum aussieht. Viele Anleger und Sparer verlieren allerdings gerade beim Investment in Aktien schnell die Geduld, wenn es zum Beispiel einen größeren Kursrückgang gibt oder die Wertpapiere nicht schon nach wenigen Jahren den erhofften Erfolg erzielen. Dabei wäre es statistisch definitiv sinnvoller, einen langen Atem zu haben und zum Beispiel der Börsenweisheit von Andre Kostolany zu verfolgen, nämlich Aktien zu kaufen, sich schlafen zu legen und nicht mehr ins Depot zu schauen.

Zinseszinseffekt nicht unterschätzen

Ein weiterer Aspekt spricht ebenfalls für eine langfristige Anlagedauer und Geduld beim Investment, nämlich der sogenannte Zinseszinseffekt. Diese Bezeichnung ist nicht wörtlich zu nehmen, denn es geht dabei auch um eine Wiederanlage von Erträgen und nicht ausschließlich um Zinsen. So existiert beispielsweise auch beim Vermögensaufbau mit Fonds oder Aktien ein solcher Zinseszinseffekt, wenn die Dividenden zum Beispiel zur Wiederanlage in die Wertpapiere genutzt werden. Dieser Zinseszinseffekt fällt natürlich ebenfalls umso höher und besser aus, je länger das entsprechende Anlageprodukt genutzt wird.

Experten: Deutsche Anleger müssen noch geduldiger werden

Das Fazit aus zahlreichen Untersuchungen zum Thema, wie sich die Anlagedauer auf den Erfolg einer Geldanlage auswirkt, ist eindeutig: Viele Anleger und Sparer müssen einfach noch geduldiger werden und nicht direkt bei zwischenzeitlichen Verlusten oder lediglich kleinen Gewinnen ihre Position veräußern. Damit nimmt man sich häufig die Chance, langfristig betrachtet eine sehr gute Rendite zu erzielen, beispielsweise bezogen auf einen Anlagezeitraum von 20 oder 30 Jahren.

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