Häufige Fehler beim Investieren

Geld investieren kann eine einfache Angelegenheit sein, wenn Sie sich zum Beispiel für transparente und allgemein verständliche Produkte entscheiden, die zudem kaum ein Risiko beinhalten.

Dazu zählen insbesondere die Anlageformen, die unter die Einlagensicherung fallen bzw. in die Risikoklasse I eingruppiert werden. Die meisten Anleger möchten aber zumindest einen Teil ihres Portfolios rentabler gestalten, sodass zusätzlich Anlageprodukte gewählt werden, die nicht ganz so einfach sind. Dann allerdings passieren häufiger Fehler beim Investieren.

Welche typischen Fehler gibt es - ein Überblick

Es gibt eine ganze Reihe von Fehlern, die beim Geld investieren passieren können. Manchmal ist es tatsächlich die Schuld des jeweiligen Anlegers, manchmal aber sind die Vorgänge relativ komplex, sodass leicht Irrtümer, Missverständnisse und Fehler passieren können. Zu den häufigeren Fehlern beim Investieren zählen insbesondere:

  • Keine Diversifikation vornehmen
  • Eigene Fachkenntnisse überschätzen
  • Aus dem Bauch heraus handeln
  • Anlageprodukt passt nicht zu Anlagezielen
  • Schnell hohe Gewinne bei der Kapitalanlage erzielen wollen

Mit diesen exemplarischen Fehlern möchten wir uns etwas näher beschäftigen, da sie zu den häufigsten zählen, die beim Investieren passieren können.

Keine Diversifikation vornehmen bedeutet höheres Gesamtrisiko

Ein nach wie vor häufiger Fehler beim Investieren, den zahlreiche Anleger machen, ist der Verzicht auf eine Diversifikation. Meistens wissen die entsprechenden Investoren gar nicht, dass sie mit dem Streuen ihres Kapitals auf mehrere Anlageformen aus bestenfalls unterschiedlichen Anlageklassen das Gesamtrisiko bezüglich der Höhe der Verluste deutlich reduzieren können. Dabei wäre es sehr einfach, durch die Diversifikation eine Risikostreuung zu erreichen. Statt beispielsweise 30.000 Euro in nur einen Aktienwert zu investieren, teilen Sie das Kapital beispielsweise auf drei unterschiedliche Anlageprodukte auf, wie zum Beispiel:

Alternativ wäre selbst eine vertikale Diversifikation besser als das Investment in einen Aktienwerte, sodass Sie in dem Fall zum Beispiel das Kapital auf drei unterschiedliche Aktienwerte verteilen würden.

Anlageprodukt passt nicht zum Anlageziel

Ein ebenfalls sehr häufiger Fehler beim Investieren besteht darin, dass das vom Anleger gewählte Finanzprodukt nicht genau zu seinen eigentlichen Zielen oder zum Anlegertyp passt. Ein klassisches Beispiel wäre, wenn Sie eigentlich ausschließlich sicherheitsorientiert investieren möchten, sich aber dennoch für eine Anlage in Aktien entscheiden. Soll das Kapital dann noch jederzeit verfügbar gehalten werden, ohne dass Verluste entstehen können, wären Aktien definitiv die falsche Wahl. 

Solche Fehler können Sie vermeiden, indem Sie sich entweder ausführlicher mit den jeweiligen Anlageprodukten beschäftigen und dabei vor allem einen Blick auf Sicherheit und Rendite sowie die Verfügbarkeit des Geldes werfen. Alternativ ist es ab einem gewissen Anlagebetrag eine gute Option, sich für einen Vermögensberater oder für eine Vermögensverwaltung zu entscheiden, die es mittlerweile in Form der Robo-Advisors auch als Online-Vermögensverwaltungen gibt.

Eigenen Fähigkeiten und Fachwissen überschätzen

Nicht wenige Anleger sind der Auffassung, dass sie weder einen Bank- noch einen Anlageberater benötigen, weil sie sich selbst bestens am Markt auskennen. In gewissen Grenzen mg das sicherlich zutreffen. Dennoch besteht ein häufiger Fehler beim Investieren darin, die eigenen Fähigkeiten und Fachkenntnisse zu überschätzen. Dies ist natürlich umso gravierender, desto komplexer die jeweilige Anlageform ist und desto höher die möglichen Risiken sind. Daher lautet der Tipp in dem Fall, sich an einen Berater zu wenden oder sich selbst umfangreich über die entsprechenden Anlageprodukte zu informieren. Dabei sollten Sie bei jeder Geldanlage mindestens die folgenden Eigenschaften kennen:

  • Sicherheit / Risiko
  • Rendite / Ertragsart
  • Kosten
  • Kapitalbindung (Laufzeit / Verfügbarkeit)
  • Einordnung in die Risikoklassen

Wenn Sie sich zumindest über diese Eigenschaften informiert haben, ist es relativ unwahrscheinlich, dass Sie sich anschließend bei der Auswahl und beim Investment noch selbst überschätzen.

Hohe Gewinne in kurzer Zeit bei der Anlage erzielen wollen

Die Geldanlage sollte vom Grundprinzip her langfristig ausgerichtet sein. Viele Anleger, die ihr Geld sogar längerfristig investieren möchten, machen dennoch den Fehler, zu hohe Gewinne in einem deutlich zu kurzen Zeitraum zu erwarten. Auf dieser Grundlage wird man schnell ungeduldig und verkauft beispielsweise Aktien, die vielleicht langfristig eine deutlich bessere Rendite erzielt hätten. Zudem sind nicht alle Anlageformen für eine kurz- und langfristige Geldanlage geeignet, was ebenfalls eine Rolle spielt.

Aus dem Bauch heraus handeln und keine Strategie verfolgen

Ein menschlicher und zugleich häufig auftretender Fehler, der sich insbesondere beim Investment in Aktien zeigt, ist das aus dem Bauch heraus handeln. Zahlreiche Anleger suchen zum Beispiel Aktienwerte nicht gezielt nach Ergebnissen einer Chart- oder Fundamentalanalyse aus, sondern hören auf Empfehlungen von Bekannten oder haben selbst ein gutes Bauchgefühl und entscheiden sich deshalb für das entsprechende Wertpapier. 

Gleiches gilt bei einem Verkauf, weil man zum Beispiel aufgrund größerer Kursverluste des Wertpapiers in Panik geraten ist. Vermeiden lässt sich dieser Fehler dadurch, dass Sie wirklich konsequent eine Strategie erarbeiten und ausschließlich auf Grundlage dieser handeln. Eine gute Hilfe können automatische Handelssysteme sein, denn diese handeln nie emotional, sondern immer nur nach bestimmten Kriterien.

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