Nachhaltigkeit bei der Kapitalanlage wird oft überschätzt

Insbesondere in den letzten zehn Jahren ist das Thema Nachhaltigkeit im Zusammenhang Geldanlagen immer mehr in den Fokus gerückt. Dabei wurde lange behauptet, dass es für eine Vielzahl von Anlegern mittlerweile ein wichtiges Kriterium sei, ob die Nachhaltigkeit bei einer Kapitalanlage existiert oder nicht. Studien kommen aktuell allerdings zu dem Ergebnis, dass die Nachhaltigkeit eines Investments (noch) nicht die Bedeutung hat, wie es den Anschein haben mag.

Anleger achten vorwiegend auf Sicherheit und Rendite

Die Nachhaltigkeit ist für Anleger insbesondere im deutschsprachigen Raum sowie in Frankreich ein untergeordnetes Kriterium, wenn es darum geht, auf welcher Grundlage Anlageentscheidungen getroffen werden. Stattdessen stehen insbesondere die Sicherheit und die Rendite einer Kapitalanlage eindeutig im Vordergrund. Darüber hinaus sind den Anlegern auch die – möglichst geringen - Kosten wichtiger, als dass Nachhaltigkeit ein starker Aspekt bei der Entscheidung für oder gegen eine Geldanlage wäre. Immerhin: Bei jüngeren Anlegern sieht es etwas anders aus, denn dort hat die Nachhaltigkeit durchaus einen höheren Stellenwert. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Untersuchung, die durch die Unternehmensberatung BearingPoint mittels einer Befragung von etwa 5.000 Anlegern durchgeführt wurde.

Jüngere Anleger setzen vermehrt auf Nachhaltigkeit

Laut Studienergebnissen sind es immerhin etwa 10 Prozent der jüngeren Anleger im Alter zwischen 18 und 24 Jahren, für welche die Nachhaltigkeit einer Geldanlage immerhin das bedeutendste Entscheidungskriterium darstellt. Manche Investoren sind sogar dazu bereit, etwas höhere Kosten zu tragen, falls es sich bei dem Investment um eine nachhaltige Geldanlage handelt. Dies trifft immerhin auf fast ein Drittel aller befragten Anleger zwischen 18 und 24 Jahren zu. Ebenfalls besteht bei Investoren eine zunehmende Bereitschaft, aktiv zu sogenannten nachhaltigen Banken zu wechseln. Das trifft auf fast 30 Prozent aller Befragten zu, während die Quote bei den jungen Erwachsenen mit über einem Drittel noch um einige Prozentpunkte höher ausfällt. 

Banken müssen besser zur Nachhaltigkeit informieren

Ein Grund dafür, dass die Nachhaltigkeit bei vielen Anlegern keine Rolle spielt, ist aus Sicht einiger Experten die mangelnde Information und Kommunikation seitens der Banken. Die Kreditinstitute müssten deutlich stärker dazu informieren, was Nachhaltigkeit bedeutet und auf welchen Kriterien die entsprechenden Geldanlagen überhaupt basieren. Nur dann könne es gelingen, dass Nachhaltigkeit als weiteres Kriterium neben Rendite, Sicherheit und Kosten mehr Beachtung findet.

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