Investieren in der Zinswende - welche Anlagen lohnen sich?

Die Niedrigzinsphase scheint vorüber, was zumindest bereits im Bereich der Kreditzinsen deutlich zu erkennen ist. Bei den Anlagezinsen ändert sich leider noch nicht sehr viel, sodass sich die meisten Tagesgeld- und Festgeldangebote nach wie vor im Bereich eines Zinssatzes von unter einem Prozent bewegen. Trotzdem und gerade deshalb stellen sich viele Anleger die Frage, wie sie ihr Geld in der Zinswende am besten investieren sollen.

Verzinsliche Anlagen oft noch nicht attraktiv

Die Zinswende hat bisher dazu geführt, dass die Banken nahezu ausschließlich die Kreditzinsen angehoben haben. Besonders stark betroffen sind die Bauzinsen, die ich mittlerweile seit Jahresbeginn fast verdreifacht haben. Anleger hingegen merken bei den meisten, verzinslichen Anlageformen noch nicht viel davon, dass die Niedrigzinsphase ihrem Ende entgegen geht. 

So belaufen sich zum Beispiel die Zinsen auf Tagesgeldkonten noch immer selten oberhalb von 0,6 Prozent. Beim Festgeld sieht es nicht viel anders aus. Selbst bei den sehr langen Laufzeiten von fünf Jahren aufwärts erhalten Sie kaum einen Zins von über 1,5 Prozent. Diese Tatsache führt dazu, dass sehr sichere und verzinsliche Geldanlagen wie Spareinlagen, Tages- und Festgeld, aber auch Bundesanleihen und Geldmarktpapiere, von der Rendite her nach wie vor völlig uninteressant sind.

Weiterhin Anlage in Sachwerte favorisieren?

Spätestens seit Beginn der Niedrigzinsphase empfehlen viel Bank- und Anlageberater dass Geld investieren in Sachwerte, um eben nicht nur niedrige Zinsen vereinnahmen zu können. Im weiteren Sinne zählen dazu nehmen Immobilien und Edelmetallen auch Aktien, hinter denen letztendlich mit dem entsprechenden Unternehmen auch ein Sachwert steht. 

Bei den Börsen sind die Experten momentan allerdings nicht ganz so optimistisch. Naturgemäß ist es nämlich meistens in und nach einer Zinswende am Markt der Fall, dass Anleger vermehrt aus Aktien herausgehen und stattdessen zum Beispiel in Anleihen oder andere, verzinsliche Anlageformen umschichten. Daher sind es momentan tatsächlich insbesondere Edelmetalle, Immobilien und andere Sachwertanlagen, die empfohlen werden.

Lohnen Zinsangebote aus dem Ausland?

Aufgrund der Globalisierung können auch deutsche Anleger mittlerweile nicht nur Zinsangebote inländischer Banken nutzen, sondern es gibt eine Reihe von Tages- und Festgeldangeboten ausländischer Kreditinstitute. Diese finden sich in der Regel leicht über sogenannte Zinsportale, wie zum Beispiel WeltSparen. Allerdings werden in den meisten Fällen aus Sicherheitsgründen nur solche Angebote auf Plattformen veröffentlicht, die von europäischen Banken stammen, weil dann die Einlagensicherung greift.   

Das allerdings bedeutet momentan, dass es auch bei ausländischen Tages- und Festgeldangeboten kaum interessante Offerten gibt. Zinssätze von 1,5 Prozent und mehr sind dort eine Ausnahme. Die Diskrepanz wird umso deutlicher, wenn man sich die Inflationsrate von fast acht Prozent ansieht. Diese beinhaltet nämlich, dass die realen Kapitalverluste pro Jahr auf Basis der aktuellen Inflationsrate acht Prozent betragen, sodass natürlich mit einem Zinssatz von bestenfalls zwei Prozent immer noch ein Minus von sechs Prozent jährlich entsteht. 

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