Nachhaltig investieren für viele junge Erwachsene ein Fremdwort

Nicht nur die Friday for Future Bewegung ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Jugend von heute wieder mehr Wert auf Klimaschutz, Umweltschutz und Nachhaltigkeit legt. Allerdings beziehen sich der Nachhaltigkeitsgedanke und das eigene Handeln oftmals nicht auf den Finanzbereich, sondern eher auf private Aktivitäten im Alltag. Was allerdings nachhaltige Geldanlagen angeht, scheinen diese für viele, noch junge Erwachsene, bisher kein Thema zu sein.

Meinungsumfrage durch Forsa kommt zu eindeutigem Ergebnis

In der jüngeren Vergangenheit wurde im Auftrag des Stromanbieters Vattenfall seitens des Meinungsforschungsinstituts Forsa eine Umfrage zum Thema Nachhaltigkeit, insbesondere bei der Geldanlage, durchgeführt. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass nur 29 Prozent der Befragten überhaupt das Thema Nachhaltigkeit im Rahmen ihrer Kapitalanlage auf dem Schirm haben. 

Befragt wurden in dem Zusammenhang junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 29 Jahren. Besonders erstaunlich ist, dass Nachhaltigkeit bei der Geldanlage für die ältere Generation eine deutlich größere Rolle zu spielen scheint. Dort gaben nämlich 46 Prozent aller Befragten im Alter von mindestens 60 Jahren an, dass das Thema Nachhaltigkeit bei der Kapitalanlage Beachtung finden würde.

Nur scheinbar nachhaltig aktive Unternehmen als Grund für junge Anleger?

Es gibt mehrere Vermutungen, woran es liegen könnte, dass gerade die junge Generation keinen großen Wert auf nachhaltige Geldanlagen bei ihrer Wahl zu legen scheint. Eine Hypothese lautet, dass jüngere Anleger das sogenannte Greenwashing durchschauen und sich dann nicht für sogenannte grüne Investments entscheiden. Gemeint ist damit, dass bestimmte Unternehmen zwar bewusst ein grünes Image haben möchten, im operativen Geschäft dann allerdings nur noch wenig oder gar nichts mehr in Richtung Nachhaltigkeit zu erkennen ist. Dazu trägt sicherlich auch der Fakt bei, dass es kein einheitliches Label gibt, mit dem grüne Geldanlagen definitiv als absolut nachhaltig gekennzeichnet werden.

Ökologischer Lebensstil und nachhaltige Geldanlagen oft nicht vereint

Ein weiterer Grund dafür, dass sich zahlreiche junge Erwachsene nicht für nachhaltige Geldanlagen entscheiden, sehen Experten darin, dass oft noch keine Verbindung zwischen dem durchaus vorhandenen ökologischen Lebensstil und nachhaltigen Investments gezogen wird. Zwar kaufen auf der einen Seite viele junge Erwachsene nachhaltige Lebensmittel und andere Produkte, entscheiden sich auf der anderen Seite aber trotzdem für eine gewöhnliche Geldanlage. So kommt die Umfrage zum Beispiel auch zu dem Ergebnis, dass ich zwar 85 Prozent der Befragten im Alltag möglichst umweltfreundlich verhalten möchten. Trotzdem sind es nur knapp 40 Prozent, die auch bei der Kapitalanlage zumindest einen Blick auf die Nachhaltigkeit des entsprechenden Investments werfen.

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