Gewinnbeteiligung - Passives Einkommen durch Kapital oder Unternehmensbeteiligungen

Eine Form des passiven Einkommens, die in der Praxis relativ häufig auftaucht, ist die Gewinnbeteiligung. Dort sprechen wir insbesondere von zwei möglichen Varianten.

Zum einen zahlen manche Emittenten Anlegern statt Zinsen eine Gewinnbeteiligung. Zum anderen ist diese Form der Vergütung besonders üblich bei Unternehmen, die Investoren oder Kreditgebern keine festen Erträge zusichern, sondern stattdessen eine Beteiligung am erzielten Gewinn. Auf diesen zwei Varianten des passiven Einkommens möchten wir in den folgenden Abschnitten etwas näher eingehen.

Gewinnbeteiligung bei Kapitalanlagen nicht unüblich

Geld investieren und dafür regelmäßige und kalkulierbare Erträge erzielen: Das ist der Grund für zahlreiche Anleger, sich für bestimmte Anlageformen zu entscheiden. Dazu können beispielsweise Anleihen mit Zinsen oder Aktien mit Dividenden gerechnet werden. Darüber hinaus gibt es an den Finanzmärkten allerdings noch weitere Anlageformen, bei denen der Anleger keinen fixen Ertrag erhält. In dem Fall werden also weder Dividenden noch Zinsen gezahlt, sondern der Investor wird am Gewinn des Emittenten bzw. Unternehmens beteiligt.

Eine solche Gewinnbeteiligung stellt ein passives Einkommen dar und ist typisch für manche Anlageformen. Diese zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass der entsprechende Kapitalnehmer entweder ausschließlich eine Gewinnbeteiligung zahlt oder es sich um eine Mischung zwischen festem Zins und einer zusätzlichen Gewinnbeteiligung handelt. Zu den Anlagen, die relativ typisch für eine Gewinnbeteiligung sind, zählen insbesondere:

Gewinnbeteiligung heißt in dem Zusammenhang natürlich auch, dass in einem Jahr oder im schlimmsten Fall dauerhaft mitunter gar keine Erträge ausgeschüttet werden. Im schlechtesten Fall handelt es sich also bei der Gewinnbeteiligung um ein passives Einkommen, bei dem tatsächlich nie Ertragszuflüsse stattfinden. Eine Voraussetzung ist zudem, dass ein gewisses Grundkapital investiert werden kann. Mit einem Investment von beispielsweise nur 10.000 Euro könnten Sie definitiv keine Gewinnbeteiligung erzielen, die als alleiniges Einkommen ausreichen würde.

Geld investieren in Unternehmen und am Gewinn beteiligt werden

Die zweite Variante der Gewinnbeteiligung hat weniger mit einer klassischen Anlageform über Finanzprodukte zu tun. Stattdessen investieren Sie Ihr Geld in dem Fall in Unternehmen bzw. bestimmte Projekte. Dies geschieht beispielsweise im Rahmen des sogenannten Private Equity oder Venture Capital. In beiden Fällen stellen Sie als Investor Geld zur Verfügung, bei dem es sich entweder um Risikokapital oder um eine etwas sicherere Art des Investments handelt. Oftmals sind Sie in dem Fall am Unternehmen beteiligt, ohne jedoch in der Regel Mitspracherechte im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft zu haben. Dies gilt beispielsweise für Finanzierungsformen wie:

  • Stille Beteiligungen
  • Mezzanine-Kapital
  • Venture Capital

Bei solchen Unternehmensbeteiligungen ist es vollkommen unüblich, dass an die Anteilsinhaber keine festen Erträge gezahlt, sondern diese stattdessen prozentual am Gewinn beteiligt werden. Meistens wird in dem Zusammenhang eine bestimmte Quote ausgehandelt, dass beispielsweise der Investor gemäß seines Anteils mit fünf Prozent am Gewinn der Gesellschaft beteiligt wird. 

In Bezug auf ein passives Einkommen sollten Sie bei einer solchen Gewinnbeteiligung beachten, dass der Kapitalzufluss für gewöhnlich einmal pro Jahr stattfindet. Sie können also nicht mit monatlichen Einnahmen rechnen, denn die Gewinnausschüttung bzw. Beteiligung findet normalerweise stets auf Grundlage des jeweiligen Jahresergebnisses statt. Aus der Sicht eines regelmäßigen, passiven Einkommens betrachtet müssen Sie also faktisch die Gewinnausschüttung für das letzte Geschäftsjahr des Unternehmens heranziehen, um dann in Eigenregie diesen Betrag für die nächsten zwölf Monate einzuteilen.

Risiken der Gewinnbeteiligung

Die Gewinnbeteiligung ist sicherlich eine Form des passiven Einkommens, die mit dem höchsten Risiko behaftet ist. Im Gegensatz zu kalkulierbaren Zinsen wissen Sie nie, ob und wenn ja, in welchem Umfang bei der nächsten Auszahlungsmethode überhaupt einen Gewinn und somit ein passives Einkommen entsteht. Gerade bei Unternehmensbeteiligungen ist es nicht selten, dass entweder gar kein Gewinn erzielt wird oder sogar Verluste entstehen, da Sie immerhin als Investor beteiligt sind. Im schlimmsten Fall könnten Sie sogar Ihr gesamtes Kapital verlieren, insbesondere im Bereich Venture Capital. Somit handelt es sich bei der Gewinnbeteiligung zusammengefasst um eine der riskantesten Formen des passiven Einkommens.

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