Was bedeutet passives Einkommen?

Es ist der Traum vieler Menschen: nicht für sein Geld arbeiten zu müssen! Umgangssprachlich wird in dem Zusammenhang häufig der Begriff des passiven Einkommens erwähnt.

Darunter verstehen die meisten Verbraucher, dass sie faktisch ihr Geld für sich arbeiten lassen, ohne selbst großartig etwas dafür leisten zu müssen. Ganz so ist es in der Praxis allerdings meistens nicht, denn ein vollkommen passives Einkommen, für das Sie tatsächlich nichts tun müssen, gibt es im Grunde nur bei großen Kapitalvermögen, bei denen Sie von den Erträgen leben können.

Passives Einkommen: Unterschied zwischen Theorie und Praxis

In der Theorie wird ein passives Einkommen so definiert, dass sie ausschließlich Geld für sich arbeiten lassen. Das bedeutet, dass Sie einmal einen gewissen Betrag investieren und dieser dann anschließend von alleine dafür sorgt, dass ich Ihr Geld vermehrt und Sie ein dementsprechend regelmäßiges Einkommen generieren können. Bei Kapitalvermögen funktioniert dies tatsächlich, denn dann können Sie - bei einer ausreichend großen Summe – einmal Geld investieren und dann von den Erträgen leben. Dabei handelt es sich zum Beispiel um:

  • Zinsen
  • Dividenden
  • Ausschüttungen
  • Gewinnbeteiligungen

Das vorhandene Kapital ist allerdings im Grunde auch die einzige Möglichkeit, wie Sie aus der Theorie in die Praxis übertragen tatsächlich ein vollkommen passives Einkommen generieren können. In den meisten Fällen jedoch müssen Sie auch bei einem passiven Einkommen fortlaufend etwas tun, damit auch weiter Einnahmen generiert werden können. Bestes Beispiel ist das Betreiben einer Webseite. Dort generieren Sie zwar beispielsweise durch Affiliate regelmäßige Einnahmen. Trotzdem müssen Sie die Webseite regelmäßig pflegen, Marketing betreiben und sich um Verbesserungen kümmern.

Video: Passives Einkommen 2021: die 3 besten Kategorien

Passives Einkommen nur für Reiche?

Aufgrund der vorhergehenden Definition könnte man zunächst meinen, dass passives Einkommen im eigentlichen Sinne nur etwas für Reiche ist. Diese nehmen beispielsweise einfach einen Betrag von fünf Millionen Euro und lassen diesen anschließend für sich arbeiten, sodass sie alleine von den Zinsen oder sonstigen Erträgen leben können. Darüber hinaus gibt es allerdings auch zahlreiche Einkunftsarten, die ebenfalls in den Bereich des passiven Einkommens fallen, die selbst Durchschnittsverdiener in Anspruch nehmen können. Am Markt existieren diesbezüglich zahlreiche Konzepte, die allerdings nicht alle seriös sind. 

Seriöses und weniger seriöses passives Einkommen

Da das passive Einkommen durchaus ein Traum vieler Menschen ist, ist die Gefahr relativ groß, sich auf dubiose Angebote einzulassen. Leider gibt es am Markt unzählige Angebote, bei denen mit einem quasi im Schlaf verdienten Einkommen beworben wird oder man müsse nur einmalig wenige Hundert Euro investieren und würde anschließend innerhalb weniger Monate zu einem vermögenden Menschen. 

Ein gutes bzw. schlechtes Beispiel für unseriöse Systeme, die mit einem passiven Einkommen in Verbindung gebracht werden, sind die sogenannten Schneeball-Systeme. In dem Fall erzielen Sie Einnahmen zum einen nicht passiv, sondern müssen meistens  - zumindest vorerst - hart arbeiten. Im zweiten Schritt können Sie passives Einkommen nur generieren, wenn faktisch andere Personen für Sie arbeiten und Sie dementsprechend davon eine Provision erhalten. Typisch für ein Schneeballsystem ist allerdings, dass dieses nur deshalb finanziert werden kann, weil es immer wieder neue Mitglieder und somit Einzahler gibt. Die Personen auf der obersten Stufe werden also vereinfacht ausgedrückt durch die Menschen auf den niederen Stufen bezahlt. Solche Systeme sind nicht nur fragwürdig, sondern - zumindest zum Teil - gesetzeswidrig. 

Auf der anderen Seite existieren selbstverständlich auch zahlreiche Systeme am Markt, mit denen Sie auf seriöse Art und Weise ein passives Einkommen generieren können. Ein Beispiel sind automatisierte Handelssysteme, bei denen Käufe und Verkäufe nach bestimmten Prinzipien automatisiert getätigt werden. Zwar funktionieren viele dieser Systeme nicht unbedingt so wie erwartet, als dass Sie tatsächlich regelmäßig daraus Einnahmen erzielen können. Trotzdem gibt es einige Menschen, die mit etwas Fachwissen und einer gewissen Portion Glück auf diese Weise durchaus regelmäßige Einkünfte generieren können.

Passives Einkommen: Mögliche Einnahmen gut kalkulieren

Insbesondere unter der Voraussetzung, dass Sie vielleicht mit dem Gedanken spielen, sich selbstständig zu machen und / oder nebenbei von einem passiven Einkommen profitieren möchten, sollte dies sehr genau durchdacht sein. Von großer Bedeutung ist vor allem, dass Sie die zu erwartenden Erträge und somit regelmäßigen Einkünfte sehr fundiert und eher vorsichtig kalkulieren. Dies gilt natürlich in besonderem Maße, falls Sie planen, Ihren momentanen Angestellten-Job zu kündigen. 

Hilfreich ist in dem Zusammenhang, wenn Sie beispielsweise Informationen mit Personen austauschen, die bereits in dem System arbeiten, für welches Sie sich entscheiden möchten. Schauen Sie sich kritisch an, wie viel diese Menschen tatsächlich regelmäßig durch das entsprechende System verdienen und wie hoch der Arbeitsaufwand ist. Wie eingangs bereits erwähnt: Sie sollten das passive Einkommen (mit Ausnahme des Kapitals im Anlagebereich) keinesfalls damit gleichsetzen, dass Sie fortan nichts mehr tun müssen. Vielmehr ist mit dem passiven Einkommen vor allen Dingen gemeint, dass Sie unabhängig von eventuellen Arbeitgebern agieren können und aus einer vorhandenen Basis fortlaufend Einnahmen generieren.

Regelmäßige Erträge (Zinsen, Dividenden)

Ein passives Einkommen können Sie unter anderem erzielen, indem Ihnen regelmäßige Erträge zufließen, wie zum Beispiel Zinsen oder Dividenden.

Regelmäßige Erträge (Zinsen, Dividenden)

Gewinnbeteiligung

Die Gewinnbeteiligung ist eine Form des passiven Einkommens, die es entweder bei bestimmten Kapitalanlagen oder Unternehmensbeteiligungen gibt.

Gewinnbeteiligung